Magdeburg l Vereiste Gehwege und Schneematsch auf der Straße - und am Montagmittag auch eine riesige Wasserpfütze, die an ihren Rändern bereits zu frieren begann. Grund für das Chaos an der Großen Diesdorfer Straße/ Höhe Gartenheimweg war eine geplatzte Trinkwasserleitung. Etwa 120 Haushalte und ein angrenzendes Gewerbegebiet waren betroffen.

Die Anwohner mussten von den Städtischen Werken Magdeburg (SWM) über eine Zapfstelle vor Ort notversorgt werden. "Die Leitung wird vorübergehend außer Betrieb genommen und repariert. Dazu muss eine Mauer geöffnet werden, die Leitung liegt auf einem Privatgrundstück. Die Reparatur wird noch am Montag abgeschlossen", sagte SWM-Sprecherin Anja Keßler-Wölfer der Volksstimme. In den vom Trinkwassernetz abgetrennten Häusern hingen Zettel mit dem Hinweis auf die eingerichtete Not-Wasserstelle.

Laut SWM werden sämtliche Trinkwasserleitungen im Stadtgebiet einmal im Jahr kontrolliert. Bei der Leitung an der Großen Diesdorfer Straße habe es bislang keine Beanstandungen gegeben. "Daher ist es für uns auch schwierig zu sagen, was die Ursache für den Schaden ist", so Keßler-Wölfer weiter. Nun sollen nach der Reparatur die Rohre in dem Abschnitt noch einmal genau kontrolliert werden.

Die Leitung ist eine sogenannte Graugussleitung aus dem Jahr 1929. Allerdings können diese Leitungen bis zu 100 Jahre alt werden. In den vergangenen Monaten war es im Stadtgebiet wiederholt zu Rohrbrüchen gekommen. Das Alter der Leitungen gilt als ein Grund dafür.

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