Magdeburg l Seit 2012 befragt die Stadt einen repräsentativen Durchschnitt der Magdeburger Bevölkerung nach seinen Lebensverhältnissen. Kürzlich wurden die Ergebnisse der dritten und vierten Befragung vorgestellt, "Panel" ist der Fachbegriff für diese sozio-ökonomische Umfrage. Und darin ging es auch ums "liebe Geld".

31,9 Prozent der Magdeburger Haushalte steht monatlich ein Nettoeinkommen von 500 bis unter 1500 Euro zur Verfügung. 29,5 Prozent können bis zu 2500 Euro ausgeben. Mit unter 500 Euro monatlich müssen 4,9 Prozent der Haushalte auskommen, am anderen Ende der Skala sind 2,9 Prozent der Haushalte zu finden, die mehr als 5000 Euro in der monatlichen Haushaltskasse zur Verfügung haben.

Dass der wirtschaftliche Aufschwung der vergangenen drei Jahre an Magdeburg nicht vorbeigegangen ist, zeige sich daran, dass in der dritten Befragung der Anteil der sehr schwachen Haushaltseinkommen (unter 500 Euro) noch bei 7,14 Prozent lag und dass bei den Haushalten mit einem höheren Monatseinkommen ein leichtes Plus ermittelt werden konnte. Über die Hälfte (57,42 Prozent) aller Magdeburger Familieneinkommen werden übrigens von zwei Personen erarbeitet.

65,92 Prozent der Haushalte füllen ihre monatliche Kasse durch Erwerbstätigkeit, 32,23 Prozent durch Rente oder Pension. Knapp 8 Prozent der Haushalte sind auf Arbeitslosengeld angewiesen. 20 Prozent gaben als Erwerbsquelle "Sonstiges" an. Dahinter verbergen sich Selbstständige und Freiberufler.

Und so "bringen" die Magdeburger ihr Haushaltsgeld "unter die Leute":

Die meisten Haushalte (32,52 Prozent) geben monatlich 150 bis 250 Euro für Lebensmittel aus. Zum Vergleich: 26,12 Prozent geben weniger als 150 Euro aus, 4,85 Prozent mehr als 450 Euro monatlich.

Für die Mobilität (Auto, Bus, Straßenbahn) veranschlagen 66,53 Prozent der Magdeburger Haushalte bis zu 150 Euro monatlich.

Bei 80,34 Prozent schlägt der Posten "Schuhe und Bekleidung" mit monatlich bis maximal 150 Euro zu Buche. Nur 3,7 Prozent geben dafür 250 bis mehr als 450 Euro aus.

Kultur und Freizeit lassen sich 40,8 Prozent der Magdeburger bis zu 50 Euro monatlich kosten, 40 Prozent geben dafür zwischen 50 und 150 Euro aus.

Und wie kommen die Magdeburger monatlich mit ihrem Einkommen "über die Runden"? 17,72 Prozent gaben "sehr gut" an. "Gut" kommen 37,97 Prozent mit ihrem Haushaltseinkommen aus, "befriedigend" 29,50 Prozent und "gerade so" 11 Prozent der Haushalte. Bei 3,8 Prozent reicht das monatliche Haushaltsgeld "vorn und hinten" nicht.