Magdeburg l Wie könnte die Stadt die vorhandenen Unternehmen besser unterstützen? Eine neue Unternehmensbefragung soll bis zum 31. Januar Klarheit bringen. In den kommenden Wochen steht dazu ein 19 Fragen umfassender Katalog im Internet bereit. Wirtschaftsdezernent Rainer Nitsche sagt: "Wir bitten die Vertreter der Unternehmen, sich wenige Minuten für diese Umfrage zu nehmen." Vor dem Hintergrund dessen, dass Unternehmen ständig Befragungen für Ämter und Kammern meistern müssen, sei der Fragenkatalog kurz gehalten. Es gibt ihn auf der Homepage der Stadt www.magdeburg.de unter "Wirtschaft + Arbeit", dort unter Unternehmensservice.

Interessant für die Stadt dürften vor allem jene Fragen zu den Themen Verkehr, Stadtplanung, Dienstleistungsangebote und Unternehmensservice sein. So geht es beispielsweise um soziale und kulturelle Einrichtungen und um die Anbindung an das Verkehrsnetz und die Frage, wie wichtig diese Faktoren für die Betriebe - beispielsweise bei der Gewinnung von Fachkräften - sind und wie die lokalen Angebote aus Sicht der Unternehmen einzuschätzen sind. Rainer Nitsche sagt: "Wir erfahren so mehr über die Bedarfe und Bedürfnisse der hiesigen Wirtschaft. Es ist uns ein Anliegen, den Service und die Qualität der Wirtschaftsförderung und anderer Ämter der Stadtverwaltung weiterhin unternehmerfreundlich und serviceorientiert zu gestalten. Dafür sind uns die Meinungen und Impulse aus den Unternehmen sehr wichtig." Neben der Abfrage bekannter Punkte geht es auch darum, neue Trends zu erkennen.

Jörg Böttcher vom Bereich Wirtschaftsförderung beantwortet Fragen zur Befragung unter Telefon 0391/540 26 24 und ist per E-Mail an joerg.boettcher@ob.magdeburg.de zu erreichen. Er sagt: "Um belastbare Aussagen treffen zu können, sollten schon 200 bis 300 Betriebe teilnehmen."

Die Umfrage, die künftig im jährlichen Rhythmus wiederholt werden könnte, wurde von einer Fachgruppe des Deutschen Städtetags unter Beteiligung vom GWM-Geschäftsführer Ralph Tyszkiewicz entwickelt. Dadurch ist auch der Vergleich mit anderen Kommunen möglich - und möglicherweise auch der Blick an jene Stellen in Deutschland, in denen die Kommunalverwaltungen bessere Lösungen als die Magdeburger entwickelt haben.