Magdeburg l In Magdeburg haben die Dienstleistungen ein besonderes Gewicht in der Wirtschaft. In keiner anderen kreisfreien Stadt und keinem Landkreis in Sachsen-Anhalt gibt es eine höhere Dienstleistungsdichte. Das geht aus den Daten des Statistischen Landesamts hervor. Unter der Dienstleistungsdichte fassen Statistiker zusammen, wie viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Dienstleistungssektor je 1000 Einwohner tätig sind. Zu diesem Bereich gehören Unternehmen, die nicht dem Produzierenden Gewerbe, der Land- und Forstwirtschaft oder der Fischerei angehören, da sie keine materiellen Güter produzieren, sondern Leistungen gegen Entgelt anbieten. Beispiele dafür finden sich in der Forschung und Bildung ebenso wie im Sektor der Callcenter. In dem Vergleich werden die Beschäftigten ihrem Arbeits- und nicht ihrem Wohnort zugerechnet.

In den Erläuterungen des Statistischen Landesamtes heißt es: "Die Dienstleistungsdichte verdeutlicht die Bedeutung des Dienstleistungssektors im Regional- und Zeitvergleich." Moderne Gesellschaften seien Dienstleistungsgesellschaften, Ursache sei eine weitere Aufgliederung der bisherigen Wirtschaftsstrukturen nach Produktivitätssprüngen und technischem Fortschritt.

In Magdeburg bewegt sich die Dienstleistungsdichte übrigens auf einem konstanten Niveau: Vor zehn Jahren lag sie noch über dem 2013er-Wert von 374,3. Das Statistische Landesamt beziffert den Wert für 2003 auf 378,7. Vor fünf Jahren lag die Dienstleistungdichte bei 372,7 - und damit etwas unter dem aktuellen Wert.

Im gesamtdeutschen Vergleich nimmt Sachsen-Anhalt übrigens mit 248,2 Beschäftigten der Dienstleistungsbranche pro 1000 Einwohnern im Jahr 2012 einen guten Platz im Mittelfeld ein. Hessen lag bei 281,3 und Bayern bei 252,8. Schleswig-Holstein lag bei 224,8 und Niedersachsen bei 226,1. Sehr viel höher ist das Gewicht der Dienstleistungen in den Stadtstaaten. Hamburg lag bei 413,1, Bremen bei 342,8 und Berlin bei 300,8.