Magdeburg (ad) l AfD-Kreischef Ronny Kumpf hat sich gegenüber der Volksstimme von der illegalen Plakataktion am Mittwoch noch einmal distanziert. Außerdem kündigte er an, dass der Kreisverband rechtliche Schritte einleiten werde. Die alten AfD-Plakate seien weiter Eigentum des Kreisverbandes und seien von einem Firmengelände gestohlen worden.

Das Ordnungsamt Magdeburg hatte am Mittwoch im gesamten Stadtgebiet mehr als 700 Plakate von Rechtsradikalen entfernen müssen. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wurden die Plakate unter hohem logistischen Aufwand in der ganzen Stadt aufgehängt. Darauf waren Slogans wie "Das Massaker von Magdeburg" zu lesen. In einem Schreiben bekannte sich die bis dato unbekannte Initiative "Magdeburger Gedenken" zu der Aktion. Anlass sei der 70. Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs am 16. Januar, hieß es. Das Datum wird bereits seit Jahren von Rechtsradikalen missbraucht.

Als Unterlage vieler der Plakate dienten die alten - laut Kumpf - gestohlenen AfD-Wahlkampfplakate. "Die Plakate werden seit der Kommunalwahl zentral auf einem privaten Firmengelände in Magdeburg unter freiem Himmel gelagert", so Kumpf. Während der Geschäftszeit sei das Gelände frei zugänglich, nach Geschäftsschluss sei es verschlossen. Die AfD habe keine Schlüsselgewalt für das Gelände und bis Mittwoch sei auch nicht bemerkt worden, dass Plakate fehlten, so Kumpf.