Magdeburg l Immer weniger Menschen arbeiten in Magdeburg im Bereich des Baugewerbes - dies geht aus einer vom Statistischen Landesamt in Halle veröffentlichten Übersicht hervor. Die Baugewerbedichte gibt das Verhältnis der in dieser Branche sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zu 1000 Einwohnern an - und dieser Wert lag in Magdeburg im Jahr 2000 noch bei 44,8. Im Jahr 2003 lag er bereits bei 32,5 und im Jahr 2008 bei 30,1. Zwar liegen die beiden größten Städte Sachsen-Anhalts auf dem letzten (Halle) und dem drittletzten Platz (Magdeburg) - ein klarer Unterschied zwischen sehr ländlichen und dichter besiedelten Gebieten ist ansonsten aber kaum zu erkennen.

Im Land steigt der Anteil an

Magdeburg entwickelt sich gegen den Trend im Land: Für Sachsen-Anhalt nämlich steigt die Baugewerbedichte nach einem Tiefstwert von 24,5 im Jahr 2007 wieder leicht an auf Werte von 26,5 im Jahr 2012 und 26,6 im Jahr 2013. Im bundesweiten Vergleich haben insbesondere die dicht besiedelten Gebiete deutlich niedrigere Werte: Hamburg lag im Jahr 2013 bei 16,3, Berlin bei 16,5 und Nordrhein-Westfalen bei 17,3. Doch auch im Vergleich zu den anderen Flächenländern hat Sachsen-Anhalt eine sehr hohe Baugewerbedichte. Höher ist der Wert nur noch in Thüringen mit 27,2. Brandenburg liegt bei 26,1 und Sachsen bei 26,0.

Zum Baugewerbe zählen laut dem Landesamt Betriebe, die hauptsächlich Leistungen in der Herstellung, Instandsetzung, Instandhaltung, Änderung oder Beseitigung von Bauwerken erbringen. Die Baugewerbedichte gebe Aufschluss über die Bedeutung des Baugewerbes im regionalen und zeitlichen Vergleich, und das Baugewerbe sei in starkem Maße von konjunkturellen und strukturellen wirtschaftlichen Entwicklungen abhängig, heißt es in den Erläuterungen.

Der Rückgang dürfte verschiedene Ursachen haben. So zum Beispiel der Zuzug von Studierenden, die zwar die Bevölkerungszahl erhöhen, durch ihr Studium allerdings kaum in Bereichen wie der Bauwirtschaft nebenbei arbeiten können. Ebenso wie die Baugewerbedichte ist in Magdeburg in den vergangenen Jahren die Industriedichte gesunken - während die Dienstleistungsdichte sich auf einem wesentlich höheren Niveau - nämlich über Jahre jenseits der 350 - eingepegelt hat.