Magdeburg (ad) I Die für heute geplante Magida-Demo in Magdeburg kann stattfinden. Derzeit besteht keine konkrete Gefährdungslage. "Es gibt keinen Grund, die Veranstaltung einzuschränken", sagte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage der Volksstimme.

Für heute Abend, 18.30 Uhr, hat das islamkritische Bündnis (Start: Otto-von-Guericke-Denkmal) einen ersten Spaziergang durch die Innenstadt angekündigt. Etwas früher, 18 Uhr, hat unter anderem das "Bündnis gegen Rechts" auf dem Alten Markt zu Gegenprotest aufgerufen. Dazu will auch Oberbürgermeister Lutz Trümper sprechen. Insgesamt sind derzeit sechs Gegendemonstrationen angemeldet.

Trümper sagte: "Sich einer Bewegung anzuschließen, die u.a. auch durch rassistische Äußerungen auffällig ist, ist keine Grundlage für ein friedliches und konstruktives Miteinander in unserer Stadt. Magdeburg darf nicht als Kulisse für die Verbreitung von vor allem aus Unkenntnis getragenen Vorurteilen missbraucht werden." Zur Zeit des Gegenprotestes finden im Rathaus gerade Fraktionssitzungen statt. Nach Informationen der Volksstimme ist geplant, dass alle Fraktionen ihre Sitzungen unterbrechen und vor das Rathaus kommen werden. Neben Trümper werden unter anderen auch Moawia Al-Hamid von der islamischen Gemeinde, Wadim Laiter von der Synagogen Gemeinde und Landesbischöfin Ilse Junkermann bei der Magida-Gegenkundgebung sprechen.

Wegen Terrorgefahr hat die Polizei in Dresden die für den heutigen Montag geplante Pegida-Demonstration und die angemeldete Gegenveranstaltung verboten. In der sächsischen Landeshauptstadt gilt das Verbot von 0 bis 24 Uhr. Daraufhin hatte die Polizei in Magdeburg angekündigt, die Sicherheitslage in Magdeburg neu beurteilen zu wollen.

In der Anmeldung für Magida rechnen die zwei dahinter stehenden Privatpersonen mit etwa 500 Teilnehmern.