Magdeburg l Bereits seit Mai vergangenen Jahres und damit nur wenige Monate nach der Eröffnung des Katharinenturms wird zu dessen Füßen gebuddelt. Der mittlerweile lang andauernde Anblick der Baugrube am Durchgang zur Weitlingstraße ärgert seitdem manch Anwohner.

Im September noch hatte es von Seiten der Wobau als Eigentümerin geheißen, dass die Arbeiten bis November abgeschlossen sollen werden. Dann werde man das Fundament für die geplante Wiederaufstellung des historischen Katharinenportals geschaffen haben.

Doch mittlerweile ist bereits Ende Januar und immer noch stehen Bauzäune und Bagger vor Ort. Letztere aktuell aufgrund des Wetters zusätzlich auch noch still. Und wieder erreichen Leseranfragen die Redaktion, was denn nun mit der Baugrube sei.

Matthias Schenk von der Wobau erklärte nun auf Volksstimme-Anfrage, dass die Baugrube nach aktuellem Stand bis Ende Februar geschlossen worden sein soll. Er nennt auch Gründe für die mehrwöchige Verzögerung. So hätten wichtige Versorgungsleitungen umverlegt werden müssen, was sich allerdings ziemlich schwierig gestaltet hätte. "Es mussten bestimmte Bauteile bestellt werden, die erst nach Freilegung der Leitungen sichtbar wurden. Diese speziell angefertigten Schieber hatten mehrwöchige Lieferzeiten", erklärt er.

Das erhalten gebliebene Portal der Katharinenkirche, die bis 1966 an der Stelle des heutigen Katharinenturms stand, soll dort wieder aufgestellt werden. Ein eigens dafür gegründetes Kuratorium sammelt derzeit Spenden, um die Kosten für die Restaurierung und Aufstellung inklusive einer Stützwand von circa 200000 Euro zu sammeln. Erklärtes Ziel der Mitglieder ist es, dass das Portal bis zum 50. Jahrestag des Abrisses der Kirchtürme im kommenden Jahr wieder stehen soll.