Magdeburg (epd) | Knapp 2.000 Menschen haben am Montagabend in Magdeburg erneut gegen einen Ableger der islamkritischen "Pegida"-Bewegung in der Elbestadt protestiert. Nach Schätzungen der Polizei beteiligten sich an dem inzwischen dritten "Spaziergang" von "Magida" etwa 600 Anhänger. Gegen deren Treffen fanden in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt fünf verschiedene Demonstrationen statt.

Darunter war eine Kundgebung, bei der Abgeordnete der im Landtag vertretenen Fraktionen von CDU, SPD, Grüne und Linke das Wort ergriffen. Zudem sprachen Studenten der Magdeburger Otto-von-Guericke-Universität sowie der Kabarettist Lars Johansen.

Die Gegner führten Transparente mit Schriftzügen wie etwa "Clown statt braun", "Liebe für alle" und "Magdeburg sagt Ja zu Vielfalt und Respekt" mit sich. An den Protesten beteiligte auch eine Gruppe von rund 50 Mitgliedern der Islamischen Gemeinde Magdeburg. In etwa 50 Meter Entfernung und von der Polizei abgeschirmt begann der "Magida"-Aufmarsch. Beide Veranstaltungen blieben aber freidlich.

Mittlerweile wurde eine Aktionsgruppe gebildet, die sich in sozialen Netzwerken als "Gemeinschaft No Magida – Magdeburg gegen Rassismus und Menschenverachtung" bezeichnet. Der erste Aufzug von "Magida" ("Magdeburg gegen die Islamisierung des Abendlandes") fand am 19. Januar mit 600 Teilnehmern statt, vor einer Woche waren es 800.