Die Fällung von 16 Bäumen an der Straße Am Akazienbusch in Lemsdorf sei unausweichlich gewesen, reagiert die Stadt auf Nachfragen von Bewohnern. Der schlechte Zustand stellte eine Gefahr dar, die es abzuwenden galt.

Lemsdorf l Die Ankündigung, 14 Robinien sowie 2 Eschen auf einem städtischen Grundstück zu fällen, stieß auf Skepsis im Stadtteil. Die Fällungen seien notwendig, "weil die Schäden an den Bäumen so stark" waren, dass eine akute Gefahr bestand, so Stadtsprecher Michael Reif auf Nachfrage.

Anfang Januar hat ein Anwohner die Stadt darüber informiert, dass bei einem Sturm mehrere zum Teil große Äste von den Bäumen, die nahe dem Haus und den Garagen standen, abgebrochen sind.

Gefahr für Anwohner und Spaziergänger

Der Abbruch weiterer Äste ist aufgrund des Zustands der Bäume befürchtet worden - und damit eine Gefahr etwa für Anwohner und Spaziergänger. Reif: "Auch größere Fahrzeuge, wie zum Beispiel Müllfahrzeuge konnten nicht mehr ungehindert bis zum letzten Grundstück fahren, da gerade am Anfang der Straße durch Wildwuchs das Lichtraumprofil für Fahrzeuge nicht mehr gegeben war." Die angekündigten Fällungen sind in diesen Tagen vorgenommen worden. Andere wildwachsende Bäume und kleinere Büsche, die keine Gefahr darstellen und Vögeln oder anderen Kleintieren Unterschlupf gewähren, "bleiben selbstverständlich erhalten", hieß es zu einer Frage, welche die Redaktion von einem Leser erhalten hat.

Umfangreiche Baumkontrollen seien vorgenommen worden, bevor es zur vom Umweltamt genehmigten Fällung kam. Ersatzpflanzungen seien nicht angeordnet worden. "Schon das äußere Schadensbild der Bäume zeigte, dass die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet war", hieß es weiter. Drei Robinien stellten durch ihre gewachsene Schrägstellung eine Gefahr für ein weiteres Grundstück dar, so ein Beispiel. Und: "Auch bei der Fällung zeigte sich, dass die Standsicherheit der Bäume, die morsch und hohl waren, akut gefährdet war."

Den schlechten Zustand der Bäume bestätigte eine Anwohnerin der Volksstimme bei einem Vor-Ort-Termin.