Magdeburg l Ganze 12 Minuten dauerte die Sitzung. Dann waren die Bewerber für die Oberbürgermeisterwahl in Magdeburg bestätigt. Der Kreiswahlausschuss hatte die eingehenden Bewerbungen geprüft und erteilte nur in einem Fall eine Ablehnung.

Der Magdeburger Peter Winterberg hatte Bewerbungsunterlagen abgeholt, aber nicht die erforderlichen Dokumente eingereicht. Näheres ist zu ihm nicht bekannt. Somit blieben acht Bewerber übrig, die nun auch offiziell als bestätigte Kandidaten um die Gunst der Magdeburger buhlen dürfen.

Lutz Trümper sieht sich als Amtsinhaber wie 2008 sieben Herausforderern gegenüber. Zwei davon kennt er nicht nur aus dem politischen Tagesgeschäft, sondern auch als OB-Mitbewerber.

Frank Theile gehörte schon 2008 zu den Konkurrenten. Der Angestellte und Stadtrat der Linken belegte mit 12,2 Prozent Platz zwei. Trümper hatte damals im ersten Wahlgang sein Amt mit 64 Prozent der Stimmen verteidigen können.

Olaf Meister von den Grünen war ebenfalls schon einmal OB-Herausforderer. Der Anwalt und Landtagsabgeordnete der Grünen war vor sieben Jahren mit 3,5 Prozent der Stimmen auf Platz vier angekommen.

Die CDU schickt mit Edwina Koch-Kupfer ein relativ neues Gesicht ins Rennen. Die Landtagsabgeordnete ist Lehrerin und war 2014 von Halberstadt nach Magdeburg gezogen. Sie ist Nachfolgerin von Parteifreund Wigbert Schwenke, der 2008 für die Christdemokraten ins OB-Wahlrennen gegangen war.

Josef Fassl
ist für die Magdeburger ein relativ bekanntes Gesicht. Er war schon Mitglied der Tierschutzpartei, trat dort nach Streitigkeiten aus und gründete mit der Tierschutzallianz eine neue Partei. Er bewarb sich bisher u. a. bei der Kommunalwahl 2014 und der Bundestagswahl 2013 — beide Male verpasste er den Einzug in die Parlamente. 121 Unterstützerunterschriften sicherten ihm jetzt zumindest die Kandidatur für die OB-Wahl.

Philipp Voss
von den freien Wählern gehört zu den neuen Kandidaten. Sein Motto: "Magdeburg wird frei". Der Hotelfachmann hatte für seine Kandidatur ebenfalls Unterstützerunterschriften (105) vorgelegt, weil seine Partei nicht im Parlament vertreten ist.

Auch die beiden Einzelbewerber lieferten Signaturen. Die Ex-Stadträtin und engagierte Aktivistin für den Werder, Christine Meier, war selbst bei der Wahlausschusssitzung als Gast dabei. Sie hatte 129 Unterschriften eingereicht.

Einzelbewerber Jens Heinicke hatte 121 Unterschriften vorgelegt, ansonsten aber nur über das Internet auf sich aufmerksam gemacht. Sein selbst formuliertes Wahlziel liest sich so: "Straßenbahn fahren wird kostenlos und die FahrkartenautomatInnen in Straßenbahnen werden zu BierausschankautomatInnen umgerüstet."

Am 15. März hat der Wähler das Wort - mit einer Stimme.