Magdeburg l Nun hat es tatsächlich geklappt - und das auch noch nach einer Woche. Anfang dieser Woche wurde der Elterngeld-Antrag von Elisabeth Meiners bearbeitet. Einen Bescheid hat die 29-jährige zweifache Mutter auch schon bekommen. "Nächste Woche kommt dann hoffentlich endlich die erste Zahlung", sagte sie.

Am Mittwoch vergangener Woche hatte die Volksstimme das erste Mal über das Elterngeld-Problem von Elisabeth Meiners und Maik Lingenau (beide 29) berichtet. Bei der Bearbeitung des Elterngeld-Antrages für das zweite Kind war ein Fehler unterlaufen. Das Amt hatte falsche Unterlagen angefordert. Zusätzlich zu dieser Panne räumte das Amt ein, dass die Bearbeitung der Anträge derzeit länger dauere. Für die junge Familie, die auf jeden Cent angewiesen ist, ein unhaltbarer Zustand.

Bei den Recherchen war dann herausgekommen, dass die Bearbeitung der Elterngeld-Anträge derzeit generell im Schnitt 12 Wochen dauere. Schnell wurde klar, dass Elisabeth Meiners und Maik Lingenau nur stellvertretend für viele andere Eltern aus Magdeburg stehen. Bei der Redaktion meldeten sich Leser, die Ähnliches berichteten.

Um die Dauer der Bearbeitungszeit zu drücken, wurde das Elterngeld-Team personell verstärkt. Zwei Mitarbeiter wurden verwaltungsintern umgesetzt und sollen bei der Bearbeitung helfen. Allerdings sollen bei der Elterngeld-Abteilung seit Jahren zwei Stellen unbesetzt sein. Seit 2010 liegt die Aufgabe bei der Stadt, vorher war das Aufgabe des Landes. Dass es bei den Bearbeitungszeiten Probleme gibt, ist seit Jahren bekannt. Mit dem Elterngeld Plus ist am 1. Januar noch mehr Verwaltungsaufwand hinzugekommen.