Magdeburg (ka) | Tanzende Forellen, Täubchen und Wachteln, Brombeerpralinen und Sachsen-Anhalts Silhouette aus Marzipan: Gaumenfreuden sind am Sonnabend beim Ball der Magdeburger Köche serviert worden. 185 Gäste ließen sich an diesem Abend auf höchstem Niveau verköstigen.

Doch bevor der erste Bissen ihre Gaumen kitzelte, wurden die Leckerbissen zur Schau gestellt. Weißbekittelt und hochbemützt präsentierten elf Gastronomen ihre kulinarische Interpretation des Mottos "Eine Reise durch Sachsen-Anhalt". In zwei Kategorien war der Wettbewerb um die besten Schauplatten ausgeschrieben: Patisserie und festliche kalte Platten mit Schaustück.

Letztere konnte Florian Voigt für sich entscheiden. Der Gastronom der Burg Wanzleben überzeugte die Juroren Reiner Werner (Küchenchef im Herrenkrughotel), Christian Ulrich (Ehrenvorsitzender des Vereins Magdeburger Köche) und Lothar Parthum (stellvertretender Vorsitzender des Landesverbands der Köche Mitteldeutschlands) mit einer Variation Magdeburger Bötel auf Sauerkrautmus für sich. Platz zwei belegten Roswita Gommert und Uschi Schlieb mit ihrer Magdeburger tanzenden Forelle, gefolgt von Wolf-Jürgen Metz (Trans Gourmet) und Hartmut Pohl (Landhaus Hadrys), die sowohl Täubchen und Wachtel als auch Lachsforelle, Forelle und Lammrücken kunstvoll anrichteten. Ebenfalls herzhaft trumpften Sören Korthals (Best Western) und Detlef Timme (Burghotel Bad Belzig) auf.

Siegerin süßer Patisserie-Kunstwerke war hingegen Anne John vom Magdeburger Gastro Conzept. Als "Spaziergang durch den Elbauenpark" servierte sie Brombeer- und Absinthkrustenpralinen, die nicht nur Gaumen-, sondern auch ein Augenschmaus waren. Die Juroren brachte sie damit um den süßen Verstand, was ihr den ersten Platz bescherte.

Die Silhouette Sachsen-Anhalts hingegen beflügelte gleich die Fantasie zweier Küchenprofis: Lutz Pfeiffer aus Haldensleben formte sie aus einer verlockenden Schokoladenmouse (Platz 2) und Katrin Timme vom Kaffeehaus Köhler aus bestem Marzipan (Platz 3). Allesamt viel zu schade zum vernaschen. Und trotzdem wünschten die Profis in Weiß "guten Appetit", bevor die kalorienreichen Sünden zu später Stund` abgetanzt wurden.

 

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