Magdeburg l An den im Abschnitt ab Höhe der Straße "An der Buckauer Fähre" flussabwärts bis zur Klinke / Benediktinerstraße vorgesehenen Schutzmaßnahmen wird festgehalten - der Verlauf der zu errichtenden Schutzwand (bei Planungen in 2014 noch als Schutzwall vorgesehen, Volksstimme berichtete) hat sich ein wenig verschoben. So hieß es am Donnerstag bei einer Informationsveranstaltung der Stadt unter Leitung des Beigeordneten Dieter Scheidemann. Die Schutzwand soll nun etwas näher herangerückt an die Wohnhäuser errichtet werden: Sie ist auf die Ostseite des Weges entlang der Straße "An der Elbe" gerückt worden, um möglichst viel Retentionsfläche (Überflutungsfläche) zu schaffen sowie die im Boden vorhandenen Versorgungsleitungen zu berücksichtigen.

Die Hochwasserschutzmauer soll ab der Elbstraße errichtet werden. Sie ist als freistehende Spundwand (Zweidrittel werden im Boden verankert sein) mit einer Stahlbetonverkleidung mit einer Matrizengestaltung vorgesehen und kann unterschiedliche Höhen bis zu 1,25 Meter erreichen. Mobile Elemente sollen in Gehwegquerungen im Hochwasserfall die Mauer schließen. Sie werden von der Stadt eingelagert und im Bedarfsfall zum Einsatz kommen.

Im Bereich der Grünfläche an der Straße "An der Elbe" verringert sich die Breite des Geh- und Radweges durch den Bau der Mauer. Die Baumallee bleibt erhalten. Im Bereich des Baumkreisels erreicht die Mauer eine Höhe von 1,05 Meter.

Parallel zur Bleckenburgstraße bis zur Benediktiner Straße wird die Schutzmauer entlang des Gehweges geführt, anschließend entlang der Klinke. Im Bereich der Bleckenburgstraße 1a bis 1g misst die Mauer 1,25 Meter. Die Höhe verringert sich entlang der Klinke in Richtung Schönebecker Straße auf 60 Zentimeter.

Zu den weiteren Vorhaben im Bereich von Buckau zählt die Instandsetzung der Ufermauern entlang der Elbe. Diese seien durch mehrere Hochwasser stark beschädigt, hieß es. Und: Die Finanzierung für diese Hochwasserschutzmaßnahme ist, anders als jene für die Schutzmauer, noch nicht vollständig gesichert. Fördermittelanträge seien vom Landesverwaltungsamt noch nicht bestätigt worden. Ebenfalls stark beschädigt sei das Schräg- ufer, das saniert werden soll.

Die für Buckau vorgesehene Hochwasserschutzvariante sei mit dem Landesamt für Hochwasserschutz (LHW) abgestimmt und gehe demnächst in die Entwurfsphase. Man gehe davon aus, die öffentliche Ausschreibung im Juni (Dauer in der Regel drei Monate) starten zu können. Es soll auch während des Winters gebaut werden. Die Bauzeit wird auf etwa ein halbes Jahr geschätzt. Übrigens: Die optische Gestaltung richtet sich nach jener Hochwasserschutzmauer, die in der Zollstraße errichtet werden soll. Ein Beispiel liege der Stadt bereits vor. "Wir streben eine einheitliche Gestaltung an", so Dieter Scheidemann.

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