AlteNeustadt l Nachdem es vor knapp zwei Wochen bereits die vage Aussicht auf den nächsten Abriss eines baufälligen Hauses in der Sieverstorstraße gegeben hatte (Volksstimme berichtete), besteht nun Gewissheit. Die beiden Hauseingänge 39 und 39a werden zeitnah komplett abgerissen, wie Rathaussprecherin Kerstin Kinszorra mitteilt. "Eine Erbengemeinschaft als Grundstückseigentümerin wird die einsturzgefährdeten Gebäude auf ihre Kosten abbrechen", erklärte sie jetzt.

Vor zwei Wochen wies nur die großräumige Absperrung des Gehwegs vor dem Haus auf die Einsturzgefahr hin. Nähere Angaben gab es damals jedoch nicht von offizieller Seite, weil noch ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht lief. Das ist jetzt offenbar beendet.

Eigentümer geben Abriss selbst in Auftrag

Die Erbengemeinschaft hat laut Kerstin Kinszorra selbst ein Abbruchunternehmen mit der Ausführung der Arbeiten beauftragt. Eine sogenannte Ersatzvornahme seitens der Stadtverwaltung, bei der sie den Zwangsabriss anordnet und später die Kosten dafür beim Eigentümer eintreibt, wird es in diesem Fall also nicht geben.

Der Abbruch beginnt entsprechend der eingereichten Unterlagen von der Rückseite. Vorder-, Seiten- und Hinterhaus werden so nach und nach komplett verschwinden. Seit der vergangenen Woche wird die Baustelle bereits eingerichtet, erklärt die Stadtsprecherin weiter, eine Straßensperrung sei nicht erforderlich. Die Gebäude stehen zudem nicht unter Denkmalschutz.

Erst im vergangenen Herbst war nur wenige Meter weiter entfernt bereits ein baufälliges Haus abgerissen worden. Auch das ebenfalls leerstehende Nachbarhaus wurde dabei in Mitleidenschaft gezogen. Seine Fassade ist seitdem nur mit einer Plane abgedeckt.

Auch in anderen Stadtteilen mussten in den vergangenen Monaten marode Gebäude (zwangs-)abgerissen werden. Hässliche Baulücken gibt es z. B. an der Leipziger Straße, Umfassungsstraße und Sternstraße.