Magdeburg (dpa/ad) l Der Magdeburger Zoo hat Nachwuchs! Nach Wochen des Wartens hat in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag Nashorndame Malaika ihr Baby zur Welt gebracht. Augenscheinlich sind Mutter und Kind wohlauf, sagte Zoodirektor Kai Perret am Donnerstagmorgen. "Die Mutter-Kind-Beziehung scheint gut zu sein." Wenn sich diese weiter festige, könnten beide voraussichtlich schon in der kommenden Woche den Besuchern präsentiert werden.

Gegen 22 Uhr ging es los. Noch nicht einmal eine Stunde sei zwischen den ersten Anzeichen und der tatsächlichen Geburt des kleinen Spitzmaulnashorns vergangen, sagte Perret. "Es war fast wie eine Sturzgeburt", berichtete der Zoodirektor. Um 23 Uhr sei dann alles vorbei gewesen.

Lob gab es am Morgen für die frischgebackene Nashorn-Mutter. "Die macht das super", erklärte Perret. Das Nashorn-Baby habe offenbar schon Milch aus ihrem Euter getrunken und laufe bereits auf eigenen Beinen. Unklar ist noch das Geschlecht. "Da müssen wir warten, bis es mal pullert."

Ein Name für das Junge ist noch nicht gefunden. Darüber wird die Öffentlichkeit mitentscheiden dürfen. "Wahrscheinlich werden wir einige Namen vorschlagen und dann ein Voting starten", sagte Zoochef Perret kürzlich. Einzige Einschränkung: Die Namen müssen mit den Buchstaben "Ma" für Magdeburg beginnen, so der Zoochef.

Der Zoo hatte die Geburt live im Internet übertragen. Via Webcam war am Donnerstagmorgen bereits zu sehen, wie das kleine Nashorn noch etwas wackelig um seine Mutter herumlief und seine neue Umgebung erkundete. Seit Ende Februar war die Geburt erwartet worden. Die 19 Jahre alte Nashorndame Malaika hatte bereits 2012 ein Jungtier zur Welt gebracht, es war jedoch nicht lebensfähig.

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