Herrenkrug l "Für mich stand immer fest, wenn die Panoramabahn weg ist, muss es eine Alternative geben", sagt Steffen Schüller, Geschäftsführer der Messe- und Veranstaltungs GmbH Magdeburg (MVGM). Und nun ist sie da, in voller Pracht. Der Elbauen-Express wurde gestern im Elbauenpark der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein Jahr alt, 29 Plätze, 13 800 Kilometer zeigt der Kilometerstand, Elekromotor mit 6,3 kW Leistung, Reichweite 40 bis 60 Kilometer und in leuchtendem Blau kommen die beiden sogenannten Parkliner daher. Irgendwie frech, modern und mit einem Schmunzeln in der Vorderansicht.

Um Kosten einzusparen, wurden die beiden Zugfahrzeuge mit jeweils einem Anhänger gebraucht angeschafft. 80 000 Euro wurden hier investiert. Die Kosten-Nutzen-Planung soll aber aufgehen, so Schüller. "Wenn die Nutzerzahlen nur annähernd so wie die der Panoramabahn sind, dann trägt sich das Vorhaben." Außerdem konnte man die Städtischen Werke Magdeburg (SWM) als Sponsor gewinnen. "Wir haben schon lange eine Kooperation mit dem Elbauenpark und mit der Anschaffung des Elbauen-Expresses haben wir diese noch etwas erweitert", verrät Cornelia Kolberg, Sprecherin der SWM.

Auf einem 4,2 Kilometer langen Rundkurs geht es ab 1. April mit dem Elektrobus-Shuttle durch den 90 Hektar großen Elbauenpark. Für drei Euro kann man den ganzen Tag hier an sieben Haltestellen immer wieder aus- oder zusteigen. "Wir wollen damit die Mobilität im Park erhöhen und so auch abgelegenere Bereiche wie das Damwildgehege oder das Schmetterlingshaus schneller erreichbar machen", erklärt Schüller. Natürlich hat man mit diesem Angebot auch ältere Menschen im Blick, für die weite Strecken zu Fuß mühsam sind.

Der Elbauen-Express ist sozusagen der Anfang des neuen Ausrichtungskonzeptes für den Elbauenpark. Für Februar war das Konzept dem Stadtrat angekündigt worden, bis dahin hat es das Schriftstück aber noch nicht geschafft. "Im Februar wurde das Konzept zunächst dem Aufsichtsrat des Elbauenparks vorgelegt, der diesem zugestimmt hat", kann Schüller aber sagen, ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen.

Inbegriffen sind wohl auch Möglichkeiten der Förderung für einzelne Maßnahmen, schließlich gehe es um ein Investitionsvolumen, das eine Million Euro übersteigen soll. "Wenn die Förderfragen geklärt sind, reichen wir das Konzept in der Verwaltung für den Stadtrat ein", erklärt er. Im April könnte das schon so weit sein.

Bis dahin sind es eher Bruchstücke an Informationen, die eine Tendenz vermuten lassen. Kunstwerke und Themengärten bleiben, für die Sanierung einiger Kunstwerke werden Fördermöglichkeiten sondiert. Außerdem sollen Angebote für die Zielgruppe Kinder mit Erwachsenen ausgebaut werden. So soll es beispielsweise nach der Saison eine Spielplatzerweiterung geben.

Dazu ist die Rede von "viel Bewegung im Park". Gemeint ist der mit 25 Veranstaltungen gut gefüllte Terminkalender, in dem neue Veranstaltungen wie Tulpenschau, Familientreffen und Lichtzauberfest zu finden sind. Nicht zuletzt gibt es natürlich noch den Jahrtausendturm. Für die Reparatur leicht beschädigter Ausstellungsstücke sollen Partner gewonnen werden, außerdem sind kleinere Wechselausstellungen angedacht.

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