Magdeburg l Neue Haltestellen werden ab Montag auf der Ernst-Reuter-Allee an der Kreuzung der Ost-West-Achse durch das Stadtzentrum mit der Otto-von-Guericke-Straße gebaut. Dies bringt für den ersten Bauabschnitt bis Mitte Mai folgende Einschränkungen für den Verkehr mit sich: Autofahrern aus Richtung Damaschkeplatz stehen laut Stadtverwaltung neben der Linksabbiegerspur nicht mehr eine Geradeaus- und eine gemischte Geradeaus- und Rechtsabbiegerspur zur Verfügung.

Die gemischte Spur auf der rechten Seite ist für die kommenden Wochen allein den Rechtsabbiegern vorbehalten. Hinter der Straßenkreuzung werden die Fahrzeuge in den ersten Wochen der Bauarbeiten auf der linken Spur an der Baustelle vorbeigeführt. Auch der Radweg und der Fußgängerweg sind gesperrt, Fußgänger und Radfahrer werden durch die Grünanlage umgeleitet.

Michael Reif von der Stadtverwaltung informiert auf Nachfrage der Volksstimme: "Die ab Montag notwendige Sperrung ist zur Verlegung des Fußweges in Vorbereitung des Baus der Haltestellen notwendig. Der eigentliche Bau der Haltestellen mit den dafür erforderlichen Verkehrseinschränkungen erfolgt anschließend und wird rechtzeitig kommuniziert."

Doppelhalt ersetzt Stopp an Brandenburger Straße


Der Bau neuer Haltestellen ist aufgrund des Tunnelbaus unter den Bahnhofsbrücken erforderlich. Tim Stein ist Sprecher der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) und erläutert: "Es wird eine moderne Doppelhaltestelle - also mit zwei hintereinander liegenden Bahnsteigen - entstehen." Und zwar jeweils für beide Richtungen. Die Haltestellen werden mit modernen Fahrgastinformationsanzeigen - wie sie erst Mitte der Woche in Magdeburg in den Regelbetrieb gegangen sind - und mit Wartehallen ausgestattet.

Die gesamte Bauzeit, so Tim Stein, beträgt ungefähr drei Monate. Ende Juni soll der Bau abgeschlossen sein. "Wann genau wir die neue Haltestelle in Betrieb nehmen, steht aber noch nicht fest", berichtet der MVB-Sprecher. Die jetzige Haltestelle City Carré/Hauptbahnhof in Höhe der Brandenburger Straße kann nämlich vorerst noch weiter bedient werden. Später muss diese außer Betrieb genommen werden, da an dieser Stelle der Autotunnel unter den Bahnhofsbrücken an die Oberfläche geführt wird und schlicht und ergreifend der Platz für das bisherige Angebot zum Ein- und Aussteigen entfällt.

Verkehrsbetriebe erarbeiten neue Fahrpläne


"Die neue Haltestelle wird City Carré heißen, da es sich strenggenommen nur um eine Verlegung der Haltestelle handelt", informiert Tim Stein. Investiert werden soll in das neuen Haltestellenpaar eine Nettosumme von 300.000 Euro.

Aufgrund des Tunnelbaus, der sich aufgrund gerichtlicher Auseinandersetzungen seit Jahren verzögert hat und der in den kommenden Jahren hohe Investitionssummen der Stadt binden wird, muss auch der Straßenbahn- und Busverkehr in diesem Bereich umgestellt werden. Die MVB erarbeiten derzeit die entsprechenden Fahr- und Linienpläne.