Magdeburg l Wöchentlich pilgern 100 bis 150 Senioren in den offenen Treff der Volkssolidarität in Nordwest an der Hugo-Junkers-Allee. Sie treffen dort Bekannte und Freunde, für viele ist es eine Gelegenheit Geselligkeit zu erleben. Nicht unerheblich ist die Bedeutung der Seniorenbetreuer, die Veranstaltungen organisieren und zu vielen eine Bindung aufbauen.

Umso bedauerlicher empfinden es die Senioren, dass die Betreuer häufig wechseln, berichtet das Mitglied des Magdeburger Seniorenbeirates Rolf-Dieter Weske. "Viele der älteren Bürgerinnen und Bürger treten zurzeit mit der Bitte an mich heran, ob nicht die Möglichkeit besteht, dass die Seniorenbetreuerinnen weiterhin im Offenen Treff beschäftigt werden können." Denn seiner Ansicht nach sind die regelmäßigen Wechsel nicht im Sinne der Senioren. "Ich bin der Meinung, dass hier der Sozialgesetzgeber in die Pflicht genommen werden muss, um die jeweiligen Seniorenbetreuer auf längere Sicht im gleichen Objekt zu belassen", schildert er seine Einstellung.

Übernahme nicht in jedem Fall möglich

Doch das ist nicht ohne weiteres möglich. Denn zumeist werden die Mitarbeiter vom Jobcenter zugewiesen, berichtet Ilona Stengritt als Verantwortliche bei der Volkssolidarität. Natürlich seien auch schon Mitarbeiter aus geförderten Beschäftigungsverhältnissen übernommen worden. "Aber das geht nicht in jedem Fall", sagt sie.

Dennoch: Die Bedeutung der Seniorenbetreuer ist groß, schätzt Ilona Stengritt ein. Denn ohne sie werde es schwer werden, die neun Treffs und Begegnungsstätten der Volkssolidarität in der Stadt an jedem Tag der Woche offenzuhalten, berichtet sie. Groß ist deshalb die Hoffnung, dass es eine Fortsetzung geben wird. Bislang habe es diese Fortsetzung stets gegeben, berichtet Ilona Stengritt.

Und auch dieses Mal stehen die Chancen gut. Denn auch wenn noch nicht geklärt ist, welche einzelnen Projekte oder Maßnahmen gefördert werden, so informierte Holger Paech als Pressesprecher des Landesministeriums für Arbeit und Soziales auf Nachfrage, dass das Programm "Aktiv zur Rente plus" fortgeführt wird, voraussichtlich über einen Zeitraum von drei Jahren. Im Herbst wird die neue Förderperiode beginnen. Welche Projekte dann von einer Förderung profitieren werden, entscheidet die Stadt.

Das Programm "Aktiv zur Rente plus" war aufgelegt worden, um das auslaufende Bürgerarbeitsmodell teilweise abzufangen.

Andere Einrichtungen, wie die Arbeiterwohlfahrt und der Malteserhilfsdienst berichteten, dass sie keine Mitarbeiter über das Förderprogramm beschäftigen würden.