Magdeburg | Das Kabinett der Landesregierung hat nach eigenen Angaben am Dienstag den Weg für den Neubau eines Herzzentrums am Universitätsklinikum Magdeburg frei gemacht. Es fasste einen entsprechenden Beschluss zum Investitionsprogramm 2015 für Krankenhausbauten des Landes Sachsen-Anhalt und bestätigte damit eine Entscheidung des Krankenhausplanungsausschusses, sagte ein Sprecher. Das Geld stammt aus Zuzahlungen für stationäre Aufenthalte, den so genannten Benutzerbeiträgen. Mit dem Neubau wird die seit 1995 existierende Interimslösung mit Raumzellen auf dem Klinikgelände abgelöst.

Gesundheitsminister Norbert Bischoff erklärte: "Das Geld für ein neues Herzzentrum in Magdeburg ist gut angelegtes Geld. Es dient der nachhaltigen Verbesserung des Niveaus der stationären Versorgung. Ein Land mit einer hohen Zahl an Herzerkrankten benötigt ein optimales Behandlungsumfeld."

Die vom Kabinett freigegebenen zehn Millionen Euro sichern eine Teilfinanzierung des Vorhabens. Die restlichen Mittel des vom Universitätsklinikum Magdeburg ermittelten Gesamtbedarfs in Höhe von knapp 45 Millionen Euro kommen direkt aus dem Landeshaushalt. Die Herzchirurgie des Universitätsklinikums Magdeburg ist eines von landesweit drei Herzzentren.