Magdeburg I Das Okantief Niklas führte auch im Stadtgebiet von Magdeburg zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr. In den vergangenen 24 Stunden zählten die Einsatzkräfte insgesamt 160 Einsätze. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt. Nach einer ersten Schätzung fielen dem Sturm 150 Bäume zum Opfer, 90 wurden beschädigt.

"Orkantief \'Niklas\' gefährdet die Verkehrssicherheit in Magdeburger Parks und Gärten. Auch die Eröffnung der Bootssaison im Stadtpark muss verschoben werden", sagte Stadtsprecherin Kerstin Kinszorra der Volksstimme. Die Verwaltung rät davon ab, die Magdeburger Parks aufzusuchen.

Grund: Der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe könne gegenwärtig nicht für die Verkehrssicherheit in den Magdeburger Parkanlagen und auf den kommunalen Friedhöfen garantieren. Durch die Auswirkungen des Orkantiefs bestehe Lebensgefahr durch herunterfallende Äste, Kronenteile oder umstürzende Bäume. Aufgrund der ergiebigen Niederschläge sind die Böden der Parkanlagen - insbesondere im Herrenkrugpark und im Stadtpark Rotehorn - aufgeweicht, wodurch die Bäume an Standsicherheit verlieren.

Eröffnung Bootssaison abgesagt


Durch die bestehende Gefahr hat der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe kurzfristig entschieden, dass auch das für heute geplante Ausbringen der Boote am Adolf-Mittag-See im Stadtpark Rotehorn nicht durchgeführt werden kann. Die Eröffnung der Bootssaison wird bis auf Weiteres verschoben.

"Der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg ist bemüht, die Verkehrssicherheit in den Parkanlagen und auf den kommunalen Friedhöfen so schnell wie möglich wieder herzustellen", so Kinszorra weiter.

Trotz Sturmist hingegen der Magdeburger Elbauenpark am Mittwoch in die neue Saison gestartet. Der Sturm habe keine größeren Schäden angerichtet, hieß es. Der Besucheransturm sei natürlich nicht allzu groß derzeit. Zum Auftakt locke die größte Tulpenschau des Landes Besucher auf das ehemalige Bundesgartenschau-Gelände.

160 Feuerwehr-Einsätze


Von den Feuerwehr-Einsätzen waren 76 allgemeine Sturm- und Gebäudeschäden, 53 Einsätze zur Beseitigung von Baumhindernissen und zehn sonstige Einsätze. In 16 Fällen kam es zu Fehlalarmierungen durch Brandmeldeanlagen. Fünfmal musste die Feuerwehr zur Bekämpfung von Bränden ausrücken.

"Besonders erwähnenswert sind die Einsätze zur Sicherung von abgedeckten Dächern in der Eisleber Straße und der Arndtstraße", so ein Feuerwehr-Sprecher. In einigen Fällen, wie im Breiten Weg und der Arndtstraße, war der Einsatz von Spezialkräften erforderlich.

Es waren zeitweilig alle verfügbaren Feuerwehrkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren Magdeburg im Einsatz. Die Beseitigung der Schäden dauert weiterhin an.

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