Magdeburg l Ein Kiosk auf dem Hermann-Bruse-Platz ist in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch erneut bei einem Feuer zerstört worden. Das kleine Häuschen brannte im Mai vergangenen Jahres schon einmal. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr schätzt den Schaden auf ungefähr 10 000 Euro. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

Laut Polizei brach das Feuer gegen drei Uhr morgens aus. Als die Beamten wenige Minuten später vor Ort eintrafen, brannte der Imbiss in voller Ausdehnung. Durch die Feuerwehr konnte der Brand vollständig gelöscht werden. Auch mehrere Flüssiggasflaschen mussten gekühlt und in Sicherheit gebracht werden. Eine Explosion konnte verhindert werden. Als Auslöser vermuteten die Einsatzkräfte vor Ort einen technischen Defekt.

Im Mai hatte es bereits schon einmal in dem Imbiss gebrannt. Laut GWA Neustädter Feld sollte der kleine Treff am gestrigen Mittwoch neu eröffnet werden. Eine Bestätigung dafür gab es bis Redaktionsschluss nicht. Der Betreiber war für die Volksstimme nicht erreichbar.

Im Mai 2014 brach das Feuer auch kurz nach 3 Uhr im Küchenbereich aus. Damals legte sich die Polizei auf Brandstiftung fest und sagte: "Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde das Feuer gelegt, um einen Einbruch zu vertuschen." An einer Tür gefundene Spuren deuteten darauf hin. Der Schaden damals: 30 000 Euro. Warum die Polizei dieses Mal von einem technischen Defekt ausgeht, wollte gegenüber der Volksstimme niemand kommentieren.

Auch der Brand im Mai vergangenen Jahres war nicht der erste. 2008 stand der über die Stadtteilgrenzen hinaus bekannte Kiosk von Roswitha Karin Arndt nach einer Brandstiftung in Flammen, wenige Wochen später wurde auch noch in einem Ausweichpavillon Feuer gelegt. Im Juli 2014 war auch ein Kiosk an der Salvador-Allende-Straße abgebrannt. Dort hatten die Flammen von einem in Brand gesetzten Container auf den Kiosk übergegriffen.

Der Kiosk am Bruseplatz war monatelang ein Zankapfel im "Feld". Monatelang stand die Brandruine frei zugänglich herum. Irgendwann schritt die Stadtverwaltung ein und ließ die Ruine notdürftig mit einem Bauzaun sichern.

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