Magdeburg (dpa/cm) | Der Kampf gegen den in Magdeburg entdeckten asiatischen Schädlingskäfer geht weiter. Das ganze Ausmaß des Befalls sei noch unklar, wie die zuständige Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau mitteilte. Der asiatische Laubholzbockkäfer war an sieben Befallsherden in Magdeburg gefunden worden. Um das Gebiet wurde eine Quarantänezone mit einem Radius von zwei Kilometern eingerichtet. Derzeit würden alle Laubgehölze in der Zone auf Symptome untersucht. An zwei Fundorten seien die befallenen Bäume und in einem Umkreis von 100 Metern die Laubgehölze gefällt und vernichtet worden.

An den anderen fünf Stellen werde gearbeitet. Die Fällung von sogenannten Wirtspflanzen ist laut Landesanstalt das einzige Mittel gegen den Schädling, gegen den Insektizide nicht wirken. Allerdings dauert es von der Eiablage bis zum Schlupf eines neuen Käfers zwei Jahre. Ein genaueres Bild über des Ausmaß des Befalls im Magdeburger Quarantänegebiet sei deshalb frühestens nach zwei Jahren möglich. Der asiatische Laubholzbockkäfer ist unter anderem in China und Taiwan verbreitet und kann Bäume zerstören. Erstmals war er 2004 in Deutschland bei Passau entdeckt worden. Laut Julius Kühn Institut dauern dort die Ausrottungsversuche bis heute an.