Das Basedow-Denkmal steht kurz vor seiner Rückkehr. Vor der Zerstörung 1956 teilweise gerettet, wird es am 9. Mai auf Betreiben der Magdeburgischen Gesellschaft von 1990 wieder eingeweiht.

Altstadt/AlteNeustadt l Letzte Hand legen derzeit die Spezialisten von der Paul Schuster GmbH an die einzelnen Elemente des ursprünglich als Grabmal für Johann Bernhard Basedow genutzten Monuments an. Hans Schuster hatte die Säule aus den Trümmern der Heilig-Geist-Kirche gerettet, an deren Mauern sie bis zum Abriss 1956 gestanden hatte. Eine Plakette mit Basedows Antlitz und eine Amphore, die das Denkmal zu Ehren des Reformpädagogen komplettieren, wurden nach alten Aufnahmen von der Künstlerin Martina Seffers neu gestaltet.

Nach jahrelangen Bemühungen können die Mitglieder der Magdeburgischen Gesellschaft nun auf die bevorstehende Aufstellung mit Vorfreude blicken, wie deren Vorsitzender Thomas Kluger berichtet. Der Sockel wurde bereits südlich des Iba-Shops in der Regierungsstraße gesetzt, das Denkmal selbst wird in den kommenden Wochen Stück für Stück ergänzt. Zur Einweihung am 9. Mai um 15 Uhr ist der Basedow-Experte Prof. Dr. Jürgen Overhoff aus Münster eingeladen, verrät Kluger, der große Stücke auf den Philanthropen hält. "Er hat den dänischen Adel erzogen und die Söhne von Fürst Leopold von Dessau unterrichtet", weiß er. Das von ihm propagierte "vernetzte Lernen" sei heute wichtiger denn je.

Die Magdeburgische Gesellschaft engagiert sich seit 25 Jahren für die Stadt und versucht mit verschiedenen Aktionen die Identifikation der Einwohner mit der Stadt und ihrer Geschichte zu erhöhen. Die Modelle der sechs zerstörten Kirchen, das Königin-Luise-Denkmal und die Kulturschultüte sind drei der Projekte, die der Verein initiiert hat.

Mehr Infos unter www.mg-90.de.