Mit der Aktion "Sudenburg grünt" regt die Interessengemeinschaft (IG) Sudenburg Akteure aus dem Stadtteil an, sich an der Steigerung der Attraktivität der Halberstädter Straße zu beteiligen. Zum Hintergrund sprach Volksstimme-Redakteur Marco Papritz mit dem Vorsitzenden der IG, Michael Hoffmann.

Volksstimme: Herr Hoffmann, worum geht es bei "Sudenburg grünt"?

Michael Hoffmann: Sudenburg und insbesondere die Halberstädter Straße als Einkaufsstraße sollen im Zeitraum April bis einschließlich Oktober kreativ mit Blumen- und Pflanzschalen an den jeweiligen Fassaden verschönert werden. Dieses zusätzliche öffentliche Grün soll zu noch mehr Verweilen und Wohlfühlen beitragen.

Wie läuft die Aktion ab?

Sudenburger Hauseigentümer und Geschäftsleute an der "Halber" und in den Nebenstraßen können auf diese Weise gemäß der uns als IG Sudenburg von der Stadt erteilten Genehmigung Blumen- und Pflanzschalen im Gehwegbereich an der jeweiligen Fassade etwa ihres Geschäftes oder am Hauseingang aufstellen. Verankerungen im Gehwegbereich und auch Befestigungen an Verkehrszeichen und Bäumen sind nicht gestattet. Eine Gehwegbreite von mindestens 1,50 Meter ist zu gewährleisten. Nach dem 31. Oktober werden die kreativsten und schönsten Grün-Lösungen prämiert.

Die Halberstädter Straße ist die Flaniermeile und zugleich Hauptachse im Stadtteil, die mit einigen Problemen zu kämpfen hat. Wie bewerten Sie den Ist-Zustand?

Gut, ausbaufähig und verbesserungswürdig. Es gibt fast alles auf der Halber zu kaufen. Fachgeschäfte bieten eine gute fachliche Beratung an. Eine bessere Vermarktung leerstehender Geschäfte und noch mehr Investitionen, verbunden mit einem sinnvollen Branchenmix, der sich auch den aktuellen und künftigen Vermarktungs- und Kundenanforderungen stellt, ist geboten und notwendig. Auch die Halber muss sich noch mehr den Online-Vermarktungstendenzen stellen. Zudem sollte eine Gesamtvermarktung mit entsprechend koordinierten Aktionen und Angeboten erfolgen, sozusagen wie eine Werbegemeinschaft eines Einkaufszentrums, nur hier eben als nicht überdachtes Einkaufszentrum. Ordnung und Sauberkeit sind auch immer ein erhebliches Problem.

Hilfe verspricht das Förderprogramm "Aktive Stadtteilzentren", über das 2016 vier Millionen Euro in die Aufwertung der Straße investiert werden sollen. Bei welcher Maßnahme ist der Bedarf aus Ihrer Sicht am dringendsten?

Aus meiner Sicht sind die wichtigsten Projekte die Fassadensanierung der Ambrosiuskirche als der prägendsten Kirche des Stadtteils sowie auch das Geschäftsstraßenmanagement und dann auch die Gestaltung des Eiskellerplatzes.

Dafür setzt sich die IG ein, die auch um Mitstreiter wirbt.

Es ist mir wichtig, noch mehr Aktive für Sudenburg zu gewinnen. Sei es für Aktionen, wie etwa die Ostereierauktion, um Spenden für die Ambrosiuskirche zu sammeln, oder auch für aktive Beteiligung und Mithilfe bei unseren Aktionen der IG Sudenburg. Wenn sich jeder selbst noch ein wenig mehr beteiligt, gelingt für die Gemeinschaft in Sudenburg noch mehr und unser Stadtteil wird noch lebenswerter. So nach dem Motto: "Mach` mit, mach`s nach - mach`s in Sudenburg".

Mehr zur IG Sudenburg: www.sudenburg.de