Magdeburg (ad) I Der Regionalexpress, der am gestrigen Mittwoch die Fans des Halleschen FC zum Pokalspiel nach Magdeburg gebracht hat, wurde stark beschädigt. Das geht aus einer ersten Schadensbilanz der Bundespolizei hervor.

Während der Anreise der 687 Gästefans des HFC kam es im Regionalexpress zu Sachbeschädigungen und grober
Verunreinigung. "Durch das Fan-Verhalten erhielt der
Regionalexpress 40 Minuten Verspätung und wurde deshalb
außerplanmäßig nach Magdeburg Herrenkrug weitergeleitet", heißt es in einer Mitteilung der Bundespolizei.

Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und Missbrauch von Nothilfeeinrichtungen. So wurden im Zug mit Nothämmern etwa Scheiben zerstört, Decken eingetreten, Glasflaschen zerschlagen. Videoaufzeichnungen würden vorliegen, die noch ausgewertet werden müssten. Die Rückreise der HFC-Fans verlief ohne größere Zwischenfälle.

Die Bundespolizei war anläßlich der Fußballbegegnung im Landespokal zwischen dem 1.FC Magdeburg und dem Halleschen FC mit insgesamt 334 Polizeibeamten, neun Diensthunden und zwei Polizeihubschraubern im Einsatz - hinzu kamen mehr als sechs Hundertschaften der Landesbereitschaftspolizei in Magdeburg.

Im Zusammenhang mit diesem Spiel wurden auch Graffitischmierereien an Bahnhöfen und Haltepunkten entlang der gesamten Strecke festgestellt. Außerdem wurden am Bahnhof Schönebeck-Felgeleben vier Männer festgesetzt, die den Regionalexpress mit Steinen bewerfen wollten.