Magdeburg (jw) l Mit "Händels Auferstehung" ist das musikalisch-literarische Programm überschrieben, das am heutigen Sonnabend ab 19.30 Uhr, im Magdeburger Gesellschaftshaus an der Schönebecker Straße läuft. Als Rezitator ist Schauspieler Hans-Jürgen Schatz zu erleben. Bekannt wurde er u. a. durch seine Rolle als Max Kühn in der ARD-Vorabendserie der Fahnder, in der er acht Jahre mitspielte. Neben seiner Arbeit am Theater und der Einspielung unzähliger Hörbuchproduktionen widmet er sich aber auch Programmen im Bereich der klassischen Musik.

"Händels Auferstehung" basiert auf der gleichnamigen Erzählung von Stefan Zweig und wird von Schatz vorgetragen, begleitet von zwei Berliner Philharmonikern und der weltbekannten Cembalistin Hedwig Bilgram, die gleichzeitig für die musikalische Konzeption dieses außergewöhnlichen Abends verantwortlich zeichnet.

Die Erzählung Stefan Zweigs aus dem Sammelband "Sternstunden der Menschheit" schildert Georg Friedrich Händels geschäftlichen und gesundheitlichen Zusammenbruch in London 1737, seinen erfolgreichen Kuraufenthalt in Aachen, die Unmöglichkeit, sein Londoner Opernunternehmen zu neuer Blüte zu führen, die Verzweiflung und schließlich jene "Sternstunde" in der Nacht des 21. August 1741, in der er auf seinem Schreibtisch das Libretto von Charles Jennens zu einem neuen Oratorium vorfindet: "The Messiah". Die Arbeit an der Vertonung dieses Textes und die umjubelte Uraufführung des Werks in Dublin bilden den Höhepunkt von Zweigs Händel-Erzählung.

22 Musiknummern von Händel, darunter Originalkompositionen, aber auch Bearbeitungen des "Messias", haben Christoph Hartmann (Oboe), Clemens Weigel (Violoncello) und Hedwig Bilgram (Cembalo) zum Text ausgewählt. Die musikalische Palette reicht dabei von der eingängigen Oboensonate bis zu raffiniert erfundenen Chorbearbeitungen aus Händels berühmtestem Oratorium. Kartentelefon: (0175) 5538457.