Magdeburg l "Bei dem Treffen hat sich keine Notwendigkeit für eine Temporegulierung zur Hauptankunfts- und Hauptabfahrtszeit der Schüler gezeigt", sagt SPD-Stadtrat Denny Hitzeroth nach einem Vor-Ort-Termin mit dem Beigeordneten Dieter Scheidemann und dem Tiefbauamtsleiter Torsten Gebhardt. Sie haben sich in den Morgenstunden über die Gegebenheiten vor Ort informiert, ob weitere Schritte zum Schutz der Schüler eingeleitet werden sollten.

Insgesamt gab es zwei Treffen. Eines in den Nachmittagsstunden und eben jenes am Morgen. Hintergrund: In den Vorjahrensei es im Bereich der Schule zu Unfällen gekommen, hieß es von Eltern. Zudem wird der Kreuzungsbereich mit der Einmündung der Stichstraße zum Gymnasium sowie der Bushaltestelle als unübersichtlich empfunden, ein Schutz der Schüler wurde angeregt. Zwischenzeitlich hatte die Stadt die Straßen- und Verkehrsverhältnisse überprüft und keine Besonderheiten bei den baulichen Verhältnissen festgestellt (die Volksstimme berichtete).

Bei dem Vor-Ort-Termin von Stadtrat und Vertretern der Stadt hätten die Beteiligten festgestellt, dass "die Schüler beim Verlassen der Busse sehr diszipliniert sind", hieß es auf Nachfrage zum Ergebnis des Treffens von der Stadt. Aufgrund der Haltestellenanordnung müsse der Verkehr hinter den Bussen anhalten, "so dass von den nachfolgenden Fahrzeugen keine Gefährdung für die querenden Schüler ausgeht." Mehr noch: Die Fahrzeuge in Gegenrichtung fuhren sehr langsam und hielten auch teilweise an, um die große Anzahl der Schüler von der Querungshilfe über die Straße gehen zu lassen.

Im fließenden Verkehr bestanden in beide Richtungen außerhalb der Haltezeiten zum Zeitpunkt des Vor-Ort-Termins "große Lücken, so dass zahlreiche Möglichkeiten vorhanden waren, die Fahrbahn gefahrlos zu queren." Das Fazit: Eine Geschwindigkeitsreduzierung im Haltestellenbereich würde keine wesentliche Veränderung der Verhältnisse herbeiführen.

Die Stadt kündigt an, dass ab Mai entlang der südlich gelegenen Haltestelle der Wartebereich um etwa drei Meter auf eine Länge von etwa 30 Meter "verbreitert und bituminös ausgebaut wird", so Pressesprecher Michael Reif. Raimund Witte, Schulleiter des Albert-Einstein-Gymnasiums, habe darauf hingeweisen, dass eine Vielzahl von Schülern den Radweg auf der südlichen Seite der Hauptverkehrsstraße Olvenstedter Graseweg im Bereich zwischen Holzweg und Einfahrt zur Schule entgegen der Fahrtrichtung nutzen würden.

Die Straßenverkehrsbehörde wird nun prüfen, ob daher angeordnet werden kann, dass der Radweg als Zweirichtungsradweg genutzt werden kann.