Magdeburg (cb) l Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) wird in diesem Jahr mit dem Kaiser-Otto-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg ausgezeichnet. Damit erhält erstmals in der Geschichte des Preises keine Person, sondern eine Organisation den Preis, der 2005 zum ersten Mal dem Bundespräsidenten a. D. Richard von Weizsäcker verliehen wurde.

Zur Preisverleihung am 19.September im Magdeburger Dom erwartet die Stadt Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier; der künftige Vorsitzende der OSZE wird den Preis überreichen. Der serbische Außenminister Ivica Dai, amtierender Vorsitzender der OSZE, wird ihn entgegennehmen, und sein Vorgänger, der Schweizer Außenminister Didier Burkhalter, wird ein Grußwort sprechen.

Mit der Preisverleihung an die OSZE würdigen das Preiskomitee der Kulturstiftung Kaiser Otto und die Landeshauptstadt den Einsatz der OSZE für den Frieden in Europa und für ein friedliches Zusammenleben aller Europäer. Jüngstes Beispiel für den beharrlichen Einsatz der OSZE sei ihre Vermittlerrolle in der Krimkrise und bei den Konflikten in der Ukraine gewesen.

Der Vorschlag sei aus dem Vorstand der Kulturstiftung gekommen, deren Vorsitzender Dr. Rüdiger Koch und sein Stellvertreter Helmut Herdt gestern bei der Bekanntgabe neben Oberbürgermeister Lutz Trümper ebenfalls zugegen waren.

Personen und Institutionen zu ehren, die sich um den europäischen Einigungsprozess im Hinblick auf die mittel-, ost- und südeuropäischen Staaten verdient gemacht haben, ist das Ziel des Preises.

Die OSZE zählt inzwischen 57 Mitglieder. Sie war maßgeblich an der Beilegung des Kalten Krieges beteiligt. Sie ist aber auch eine Einrichtung, deren Experten auf Gebieten tätig werden, die wichtige Auswirkungen auf die Sicherheitslage in Europa haben, wie Rüstungskontrolle und Energiesicherheit.

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