Magdeburg (ad) I Am Freitagabend haben laut Polizei mehr als 1600 Abiturienten, Schüler und Jugendliche im Magdeburger Rotehornpark gefeiert. Weil sich am Abend die Notrufe häuften und die Rettungskräfte der Stadt fast ausschließlich zu Einsätzen in den Rotehornpark fuhren, wurde die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des Katastrophenschutzes der Landeshauptstadt alarmiert. Die stellten im Park ein Behandlungszelt auf, wo Dutzende Jugendliche - hauptsächlich wegen Alkoholmissbrauchs - behandelt wurden. Laut Feuerwehr mussten zwölf Patienten ambulant und später im Krankenhaus behandelt werden. Außerdem kam es am Abend auch zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Ein junger Mann musste etwa wegen Stichverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Kommende Woche beginnen für 5600 Abiturienten die schriftlichen Prüfungen. Im Juni gibt es Nachprüfungen und die mündlichen Prüfungen. Mit mehr Spannung blicken die Ordnungshüter auch auf die Zeit, wenn die Sekundarschüler ihren Abschluss feiern werden. In den Vorjahren fielen diese Feiern meist noch ein wenig heftiger aus, als die der Abiturienten. Weil diese Schauspiele sich jedes Jahr wiederholen, ist Magdeburg vor Jahren dazu übergegangen, frühzeitig die SEG zu alarmieren und mitten im Stadtpark ein Behandlungszelt aufzustellen.

Im Einsatz waren am Freitag 49 Einsatzkräfte Katastrophenschutz, 6 Ärzte, 10 Einsatzkräfte Feuerwehr mit 17 Fahrzeugen und Dutzende Polizisten der Landesbereitschaftspolizei.

 

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