Magdeburg l Wenn Kristine Bollmann durch Alt-Olvenstedt spaziert, sieht sie viele Stellen, die auch ihre Handschrift tragen. Der Bau des Bürgerhauses zum Beispiel sei eine Sache gewesen, für die sie sich gemeinsam mit dem damaligen Arbeitskreis für Alt-Olvenstedt eingesetzt hatte, außerdem für den Kanalbau im Stadtteil, Radwege und Fußwege in Nachbarorte. Damals, so sagt sie, hätten sie und ihre Mitstreiter noch einiges bewegen können.

Doch inzwischen ist der Arbeitskreis in der GWA Alt-Olvenstedt aufgegangen. Stadtratsmitglieder ließen sich dort nur noch selten blicken, auch Vertreter der Verwaltung seien kaum noch zu Gast. Bewegen ließe sich mit der GWA kaum etwas, sagt die 71-Jährige. Dennoch hält sie die Gruppe für wichtig - als Schnittstelle zwischen Bürgern und Verwaltung. Deshalb sucht sie nach einem Nachfolger. Denn nach 18 Jahren im Dienste ihres Stadtteiles, zunächst im Arbeitskreis und später in der GWA, will sie das Amt Anfang 2016 aufgeben.

Sollte sich niemand finden, der den Vorsitz der GWA Alt-Olvenstedt übernehmen möchte, würde das das Aus für die Gruppe bedeuten. Damit würde auch Geld verloren gehen, über das die Gruppe verfügen könne.

Die Alt-Olvenstedterin will ihre Zeit künftig der Familie widmen. Außerdem ist sie Mitglied in weiteren Fördervereinen in denen sie sich engagiert. Die Zukunft ihres Stadtteiles liegt ihr dennoch am Herzen. Besondere Sorge bereitet ihr die Infrastruktur. "Kaufhalle, Sparkasse, Post", zählt sie auf, was sie sich für die Zukunft ihres Stadtteiles und für die Bewohner wünsche. Hoffnung darauf hat sie allerdings wenig.