Magdeburg l Die CDU im Norden Magdeburg hat am Freitag den ehemaligen Fifa-Schiedsrichter Bernd Heynemann (61) ins politische Abseits gestellt. Bei der Nominierungsversammlung für den CDU-Direktkandidaten im Wahlkreis 10 Magdeburg-Nord ließ die Mehrheit der 38 Wähler Heynemann durchfallen.

Er erhielt nur 15 Stimmen (39,5 Prozent) und unterlag damit Mitbewerberin Edwina Koch-Kupfer mit 23 Stimmen (60,5 Prozent) deutlich. Heynemann nutzten bei der Vorstellung und der anschließenden rund 45-minütigen Aussprache auch seine Verweise auf den Heimvorteil nicht. Heynemann ist im Magdeburger Norden aufgewachsen, wurde in der Nicolaikirche getauft und hatte einen Großteil seines Arbeitsleben im Norden verbracht. Zudem verwies er auf exzellente Kontakte in das Stadtgebiet, u. a. zu den Sportvereinen TUS und Fortuna.

Die Mehrheit der Wähler entschied sich dennoch für Edwina Koch-Kupfer. Die 52-jährige Lehrerin und aktuelle Landtagsabgeordnete ist erst rund ein Jahr im Norden Magdeburgs zu Hause und war von Halberstadt nach Magdeburg gezogen. In der Landeshauptstadt machte sie erstmals im Zuge ihre OB-Wahlkampfes auf sich aufmerksam. Sie hatte im März 2015 zwar gegen Amtsinhaber Lutz Trümper (SPD) klar verloren, konnte dafür aber die Linken hinter sich lassen und mit 10,1 Prozent der Stimmen mehr Wähler für sich gewinnen als der CDU-Kandidat 2009.

Heynemann sitzt aktuell seit April wieder im Landtag. Er war für Kay Barthel nachgerückt, der Präsident des Landesrechnungshofes geworden war. Koch-Kuper sitzt bereits seit 2001 im Landtag. Gewählt worden war sie als Parteilose für die Linke-Fraktion. 2012 wechselte sie in die CDU-Fraktion, sitzt dort u. a. im Bildungs- und im Rechtsausschuss.

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