Magdeburg l Mit Trompetenmusik aus Basedows Zeit und Chorgesängen wurde das Denkmal des berühmten Pädagogen der Aufklärungszeit, Johann Bernhard Basedow, feierlich enthüllt. Rund 130 Elbestädter waren dazu in die Regierungsstraße gekommen, darunter 30 Schriftsteller vom PEN-Centrum sowie die Denkmalsschöpferin Martina Seffers. Dort hat das auf Initiative der Magdeburgischen Gesellschaft von 1990 (MG 90) wiedererrichtete Monument von 1897 seinen Platz gefunden. Das alte war vor 59 Jahren bei der Sprengung der Heilig-Geist-Kirche im Jahr 1956 zerstört worden.

Das 2,80 Meter hohe Denkmal besteht aus einem Sockel aus griechischem Marmor, einem Porträt sowie einer gebrochenen Säule. Ein schmiedeeiserner Zaun umfriedet teilweise das Ensemble. Auf dem Sockel sind die Namen der Sponsoren graviert, u. a. die Wobau als Hauptunterstützerin.

Zuvor hatte Thomas Kluger, Vorsitzender der MG 90, das Wirken Basedows auch in Magdeburg gewürdigt. Die Gesellschaft hatte für das Denkmal Spenden in Höhe von 40000 Euro eingeworben. Der bundesweit anerkannte Basedow-Kenner Prof. Jürgen Overhoff verwies auf die Aktualität der Pädagogik Basedows, die u. a. auf "Lust am Lernen und auf Toleranz" gerichtet sei.

Magdeburgs Kulturbeigeordneter Matthias Puhle sagte, dass die Stadt die bedeutsame Schenkung sehr gern annehme und das Basedow-Denkmal zukünftig pflegen und erhalten werde.