Magdeburg l Das Aufkommen an Haus- und Sperrmüll pro Einwohner liegt mit 265,5 Kilogramm laut Statistischem Landesamt Halle weit über den Werten der anderen kreisfreien Städte und Landkreise in Sachsen-Anhalt. Von 2012 auf 2013 hat das Müllaufkommen demnach sogar noch pro Magdeburger um 200 Gramm zugelegt. Dabei liegen die Magdeburger jedoch unter den Werten einiger vergangener Jahre: Pro Kopf sammelten die Entsorger im Jahr 2009 279 im folgenden Jahr 277 und im Jahr 2011 dann 275,4 Kilogramm Haus- und Sperrmüll pro Person ein.

In seinen Erläuterungen schreibt das Statistische Landesamt: "Der Indikator misst die Menge des Abfalls, der als Haus- oder Sperrmüll abgegeben wird und hauptsächlich aus privaten Haushalten stammt. Das Abfallaufkommen ist umweltrelevant hinsichtlich der Aspekte Ressourcen-, Energie- und Flächenverbrauch sowie Einfluss auf Umweltmedien durch Stofffreisetzungen."

Nicht in der Statistik enthalten sind Wertstoffe wie Papier, Pappe und Glas, die gesondert vom Hausmüll eingesammelt werden und im Rahmen des Recyclings weiterverwendet werden sollen.

Dass der Müll trotz aller Bemühungen der vergangenen Jahre um Mülltrennung, Müllvermeidung und Müllverwertung bis heute in einem wenig befriedigenden Maße anfällt, zeigt eine aktuelle Entwicklung: Jüngst hatte das EU-Parlament ein Gesetz verabschiedet, das zuvor bereits von den einzelnen Staaten befürwortet worden war und das die Menge der Plastetüten im Müll reduzieren soll. Mit nationalen Zielen soll die Zahl der Tüten im Müll bis 2019 halbiert werden im Vergleich zu 2010. Ausgenommen von der Regel sind dünnwandige Tüten, wie es sie für Gemüse im Supermarkt gibt.

In der Landeshauptstadt ist der kommunale Eigenbetrieb Städtische Abfallwirtschaft Magdeburg für die Entsorgung von Haus- und Sperrmüll zuständig. Ein wichtiges Standbein der Müllverwertung in Magdeburg ist die Müllverbrennungsanlage im Stadtteil Rothensee.