Magdeburg l Die Verbindung zwischen Gerhart-Hauptmann-Straße und Hans-Löscher-Straße ist eigentlich nur für Fußgänger und Radfahrer gedacht. Ein Pkw würde wohl mehr schlecht als recht durchpassen. An Bagger und Kipper ist auf den ersten Blick aber nicht zu denken.

Und doch hatte Oberbürgermeister Lutz Trümper im vergangenen Monat bestimmt, dass über diesen Durchgang die Baustelle für die neue Kita auf dem ehemaligen Schulgelände erreicht werden soll. Zuvor hatten Schüler, Eltern und Lehrer der angrenzenden Grundschule "Am Glacis" gegen die ursprünglich geplante Zufahrt an ihrer Schule vorbei protestiert.

Müllabfuhr und Elterntaxis

Doch mit dem schmalen Durchgang stellen sich umliegende Anwohner weitere Fragen, vor allem, wie es einmal sein wird, wenn die Kita fertig ist. Wie sollen Essenanlieferungen erfolgen? Wo fahren die Müllfahrzeuge entlang? Wo sollen Eltern parken, die ihre Kinder bringen und abholen?

Die Volksstimme fragte bei der Stadtverwaltung nach, wie die Anbindung der zunächst als Ausweichquartier für sanierungsbedürftige Kitas benötigten Einrichtung geplant ist. Laut Stadtsprecherin Kerstin Kinszorra wird es keine generelle Zufahrt geben. Rettungsfahrzeuge könnten künftig von der Hans-Löscher-Straße aus zur Kita fahren. Die Mülltonnen würden zur Abholung an der Gerhart-Hauptmann-Straße aufgestellt. Alle weiteren Zulieferungen würden ebenfalls von dieser Seite aus erfolgen.

Die Kritik, dass der Kita-Standort aufgrund der räumlichen Situation nicht gerade ideal ist, lässt sie nicht gelten. "Es handelt sich um ein verfügbares städtisches Grundstück. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Betreuungsplätzen in Stadtfeld hat der Standort durchaus seine Berechtigung, so dass die bloße Verfügbarkeit nicht alleiniges Kriterium war", so Kerstin Kinszorra.

Dass die Parkplatzsituation nicht optimal ist, sei leider nicht zu ändern, in großstädtischen Ballungs- und Siedlungsräumen aber ohnehin allgegenwärtig, erklärt sie.