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Magdeburg l Es war der Zufall, der Esther Mydla 2013 nach Nepal führte. Eigentlich hielt sie sich dort nur auf, um ein neues Visum für Indien zu bekommen. Sie bekam es zwar nicht, verliebte sich aber in das kleine Land am Fuße des Himalayas, mit den Menschen, die anderen als Erstes ins Herz schauen und nicht auf Äußerlichkeiten. Aus dem vorübergehenden Aufenthalt wurden fünf Monate, in denen sie für ihre Doktorarbeit forschte. Inzwischen ist Esther Mydla wieder in Deutschland. Ihre Verbindung zu Nepal ist nach wie vor groß. Schockiert von den Erdbeben, die das kleine Land erschütterten, will sie nun helfen und in Magdeburg mobilisieren, was möglich ist.

Die Idee zum Konzert "ist dabei schneller größer geworden, als wir erwartet hatten", erzählen sie und ihr Freund Matthias Knöfel, der das Fest mitorganisiert.

Beide sind überrascht und überwältigt von der Hilfsbereitschaft, auf die sie gestoßen sind. Die meisten brauchten nicht viel zu hören, um zuzusagen - ob nun als Künstler, die am 13.Juni zwischen 15und 23Uhr für den guten Zweck auf der Bühne im Turmpark Salbke stehen werden, oder als Helfer vor und hinter den Kulissen.

Die beiden Hauptorganisatoren stellen sich ein buntes Fest vor - mit Menschen aller Altersgruppen und gesellschaftlichen Bereiche. Wer kommt, darf sich auf indisches Flair freuen. Denn zugesagt hat zum Beispiel auch schon ein Freund von Esther Mydla aus Berlin, der mit traditionellen Instrumenten vor Ort sein und eine musikalische Brücke nach Nepal schlagen wird. Die Hofkantine Sudenburg habe zugesagt, indische Küche anzubieten, ehrenamtliche Kuchenbäcker haben sich schon gemeldet, so dass es an Speisen und Getränken nicht fehlen sollte. Und auch für die Unterhaltung der Kinder wollen die Organisatoren sorgen.

Esther Mydla und Matthias Knöfel versuchen, die Kosten so gering wie möglich zu halten, damit der Erlös aus der Veranstaltung höher ausfällt. Das Geld soll den Menschen in Nepal direkt zugutekommen.

Was die Nepalesen brauchen, seien zum Beispiel neue Wohnkonzepte, erzählt Esther Mydla. Derzeit seien die Menschen nervlich am Ende, weil nicht klar ist, ob und wann sie in ihre Häuser zurückkehren können. Denn es sei ungewiss, ob und wann die Erde wieder bebt. Esther Mydla fühlt mit. Nepal ist für sie ein liebenswertes Land, das beim Aufbruch in die Moderne im Widerstreit liegt mit traditioneller Kultur. Religion, Götter, Geister, Ahnen und Dämonen befinden sich noch im Fokus. Die Menschen seien sehr aufgeschlossen, freundlich und de- mütig.

Wer das Fest und Nepal unterstützen möchte, kann sich gezielt einbringen oder einfach am 13. Juni mit vor Ort sein. Und wem das nicht möglich ist, der könne die Aktion zumindest weitererzählen, sagt Esther Mydla, damit so viele Leute wie möglich kommen. Für sie und ihren Freund hat sich bereits bestätigt, dass man etwas erreichen kann, wenn man will. Ein positives Gefühl.