Einzelticket: Normalerweise kostet der Eintritt acht Euro für den Besuch des Geländes. Zu Sonderveranstaltungen können die Preise abweichen, am ersten Wochenende kostet der Eintritt für 6. und 7. Juni zehn Euro. Im Vorverkauf gibt es dieses Ticket online für neun Euro. Einzeltickets ansonsten vor Ort.

Dauerkarten: Wer mehrmals zum Festival möchte, sollte über den Erwerb eines Festivalbändchens nachdenken. Man erhält unbegrenzten Zutritt an allen 16 Wochenenden des Festivals, inklusive aller Partys, aller Konzerte und der anderen über 100 Veranstaltungen. Kostenpunkt: 80 Euro, ermäßigt 65 Euro.

Der erste Tag: "Die große Freiheit" - Eröffnung der Sinnlichkeit am 6. Juni mit Button Beats, Luvthang und Klub Elektrik; 17 Uhr: Offizielle Eröffnung; 17.30 Uhr: Bernd Schallenberg; 19.30 Uhr: Zeki Min; ab 21 Uhr: Party auf vier Floors, u. a. mit Morris Funk, Lorenz Kraach & Just Etienne, Eros Miguel & ein8till; Vinc & Andi Gee, Rocco & Klaus, Aike & Jesse Para; Morris & Plastiksoul sowie Dj Kürbis. Das Festivalgelände ist über die Straßenbahnhaltestelle Leipziger Straße/Halberstädter Straße zu erreichen.

Karten gibt es im Internet unter kulturanker.de/tickets/

Magdeburg l Auf den Höfen der vor zwei Jahren aufgegebenen und seitdem leerstehenden 100 Jahre alten Justizvollzugsanstalt zwischen Magdeburger Ring und Halberstädter Straße sprießt das Leben wie nie zuvor. Ehrenamtliche Gärtner verwandeln das Grau in Grün. Diese Woche waren mehrere Graffiti-Künstler vor Ort und haben ihre großformatigen Arbeiten erstellt und an die Wände gebracht.

Der Wandel des Geländes ist indes nicht allein äußerlicher Natur. Auch die Bezeichnungen für die Bereiche des Gebäudekomplexes deuten auf die neuen Funktionen der Häuser hin. Der Gefängnistrakt hat so seinen unromantischen Titel abgelegt und heißt jetzt "Grand Palais". Ein Hinweis auf die Wucht und die Größe dieses Gebäudeteils, in dem sich die Zellen des Justizvollzugs befanden. Diese werden für die kommenden Monate von Künstlern und Künstlergruppen gestaltet und neu interpretiert. In Anspielung auf das Museum of Modern Art in New York heißt das Verwaltungsgebäude in den kommenden Monaten SoMA - in dem Sinne ein Deutsch-Englisch-Mix in der Bedeutung von "Sinnlichkeit of Modern Arts". Die Verwaltung der Organisatoren hat im alten Küchengebäude ihren Sitz - das aufgrund dieser nichtöffentlichen Funktion keinen neuen Namen erhalten hat. Ein weiteres Beispiel für die Neuinterpretation durch Namensgebung gibt es in der alten Krankenstation, in der es in den vergangenen Jahrzehnten sogar einen eigenen Operationssaal gab. In "My Fair Lady" schlägt so das Herz für das Nachhaltigkeitswochenende vom 12. bis 14. Juni, später zum Beispiel für die Kreativmesse der Handwerker am 27. Juni. Der Doppelsinn wird hier deutlich: Es geht vielleicht auch ein wenig um den beschwingten Titel des gleichnamigen Musicals. Es geht beim englischen Wort Fair aber vielmehr um die Bedeutung des Marktes als Ort des Austauschs von Waren, vor allem aber als Ort des Austauschs von Ideen und Meinungen. Der Trakt für die Untersuchungshaft wurde zum Museana - mit Blick auf das Kreativenviertel Christiana in Kopenhagen. Hier stellen vor allem nationale und internationale Galerien und Kunst-Plattformen die Arbeiten der bei ihnen organisierten Künstler aus.

Auch die Freibereiche haben neue Titel bekommen: Aus dem Gelände für den Freigang mit Bänken und Volleyballfeld des Justizvollzugs sind die Lichthöfe geworden, und im Bereich Solaris gibt es eine Freilichtbühne.

 

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