Magdeburg l Nach Magdeburg pendeln mehr Menschen zum Arbeiten aus anderen Gemeinden, als Magdeburger zum Arbeiten die Grenzen der Landeshauptstadt überqueren. Das geht aus den Zahlen des Statistischen Landesamtes in Halle hervor. In den Erläuterungen des Amts heißt es: "Der Indikator ergibt sich rein rechnerisch als Differenz zwischen den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die ihren Arbeitsplatz in der jeweiligen Region haben, jedoch in einer anderen Gegend wohnen, und denen, die im jeweiligen Gebiet wohnhaft sind, aber anderenorts arbeiten."

Einen Höchstwert hatte der Pendlersaldo in Magdeburg im Jahr 2001 mit mehr als 128 erreicht. In der zweiten Großstadt Sachsen-Anhalts, in Halle, ist der Pendlersaldo ebenfalls gesunken: An der Saale gab es 2004 mit 82,3 einen Spitzenwert. Kaum verändert hat sich der Wert in Dessau-Roßlau. In den Landkreisen ist die Entwicklung uneinheitlich.

Die sachsen-anhaltischen Statistiker sehen die Städte grundsätzlich als Ziel für Pendler. Sie schreiben: "Grundsätzlich lässt sich vermuten, dass das Arbeitsplatzangebot in urbanen Zentren größer sein wird als in umliegenden Regionen, was sich in einem positiven Pendlersaldo äußert. Ländliche Gegenden sind hingegen insbesondere als Wohnort attraktiv, entsprechend lässt sich ein Auspendlerüberschuss erwarten." Im bundesweiten Vergleich liegt Magdeburg im Mittelfeld.

In einer Studie zum Jahr 2011 - für die sachsen-anhaltische Landeshauptstadt wird der Wert in jenem Jahr mit 99 benannt - werden Frankfurt am Main mit 371, gefolgt von Düsseldorf (271) und Stuttgart (230) als Spitzenreiter benannt. Am Ende liegen mit Solingen (-47), Oberhausen (-32), Hamm (-21) und Herne (-17) Städte in Nordrhein-Westfalen.