Magdeburg l Anfang Juni sollen die Baumaßnahmen am Reitplatz in Pechau beginnen, verkündete der Vereinsvorsitzende des SV Pechau, Gerd Petzoldt, während der jüngsten Sitzung des Pechauer Ortschaftsrates. 30.000 bis 35.000 Euro wird die Instandsetzung der Reitanlage kosten. In Eigenleistung wird der Verein zudem eine Beleuchtungsanlage installieren, damit auch in der dunklen Jahreszeit am Nachmittag trainiert werden kann.

Carsten Kriegenburg, Mitglied des Ortschaftsrates, hinterfragte den baldigen Baubeginn. Da im Herbst in Pechau der Deich erneuert werden soll, könnte der Reitplatz erneut in Mitleidenschaft geraten, so Kriegenburg.

Gerd Petzoldt wiegelt die Nachfrage ab, der Reitplatz werde von der Maßnahme nicht berührt. Der Verein sei froh, dass die Anlage endlich gemacht werde und die Reiter wieder eine Trainingsanlage bekommen. Zudem mussten die Fördermittel für die Instandsetzung fristgerecht beantragt werden.

Doch der Reitplatz ist nicht die einzige Sportanlage, die nach den Hochwasserereignissen 2013 schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, auch am Sportplatz in der Calenberger Straße werden die Bauarbeiter in den nächsten Wochen anrücken. Der Platz soll für 550.000 Euro saniert werden. "Dabei handelt es sich um eine Wiederherstellung der Situation vor dem Hochwasser", betont Gerd Petzoldt. Fördermittel aus der Fluthilfe wurden bereits bewilligt (Volksstimme berichtete).

Ungefähr drei Monate sollen die Arbeiten andauern. Für den Spielbetrieb heißt das, dass die Spiele in der Hinrunde auswärts bzw. auf einem Ausweichplatz ausgetragen werden müssen.

Neben der Erneuerung des Sporthauses bekommt das Spielfeld einen sogenannten Hybridrasen - ein Naturrasen, in dessen Boden Kunstfasern eingemischt werden, die für eine längere Haltbarkeit und bessere Bespielbarkeit sorgen sollen. Der Rasen bietet auch Schutz vor Maulwürfen und Wühlmäusen, so der Vorsitzende des SV Pechau.

Gerd Petzoldt äußerte sich während der Ortschaftsratsitzung auch über das dreimalige Nichtantreten und den Ausschluss vom Spielbetrieb der Großfeld-Kicker des SV Pechau im regulären Spielbetrieb. Die Mannschaft wäre sportlich und spielerisch gar nicht qualifiziert gewesen, nutzte aber dennoch die Möglichkeit des Nachrückens in die Stadtoberliga, so Petzoldt. Zudem habe man nicht genügend Spieler für die Großfeld-Kicker und die Kleinfeldmannschaft.

Gerd Petzoldt schaut optimistisch in die Zukunft, die Fußballer werden im Großfeldbereich mit einer Mannschaft in der Saison 2015/16 antreten.