Magdeburg l 262.751 zahlende Gäste besuchten im Jahr 2014 den Zoologischen Garten Magdeburg. Das waren rund 67.400 mehr (plus 34,5 Prozent) als anno 2013. Der Erlös aus Eintrittsgeldern ist entsprechend von 1,067 (2013) auf 1,481 Millionen Euro (2014) gestiegen und auch der Zooshop im Eingangsgebäude, der Zoowelle, steigerte dank der stärker strömenden Kundschaft seinen Erlös im Vergleich zu 2013 um etwa 60.000 auf 230.000 Euro.

Unterm Strich verzeichnet die gemeinnützige Zoo GmbH im druckfrischen Jahresabschluss 2014 einen Überschuss in Höhe von knapp 2,5 Millionen Euro. Einen Gewinn kann man das freilich nicht nennen. Aus den Kassen der beiden Zoogesellschafter fließen jährlich aktuell 3,5 Millionen Euro Zuschuss in die Zookasse. Die Stadt Magdeburg, 90-prozentige Zoo-Eigentümerin, steuert pro Jahr 3,2 Millionen Euro bei. Die Gemeinde Barleben, die 10 Prozent der Anteile an der Zoogesellschaft hält, ist mit 300.000 Euro dabei.

Überdies konnte der Zoo im Jahr 2014 aus Spenden und aus einer millionenschweren Erbschaft eines Zoofreundes insgesamt mehr als zwei Millionen Euro für seine gedeihliche Zukunft einstreichen. Demgegenüber stehen Verbindlichkeiten über knapp neun Millionen Euro bei kreditgebenden Banken. Der Zooumbau, der 2016 mit dem ausgebauten Elefantengehege seinen Abschluss finden soll, ist zum Großteil auf Pump finanziert.

Dennoch: Die Wirtschaftsprüfer teilen die positive Bewertung der Geschäftsentwicklung, die Zoodirektor Kai Perret in seinem Lagebericht zeichnet. Die Entwicklung der Besucherzahlen 2014 spricht eine deutliche Sprache und kündet vom Aufgehen des Umbaukonzeptes. Das Besucherplus wird insbesondere auf die Zugkraft des im Juli 2014 eröffneten neuen Menschenaffenhauses zurückgeführt. Daneben zog allein die Magdeburger Zoonacht im Jahr 2014 mehr als 10.000 Besucher an. Der gute Besucherzustrom hielt in den ersten Monaten 2015 an. Und wer jüngst zu den Pfingstfeiertagen einen Ausflug in den Zoo unternahm, sah sich zeitweise mit Schlangen an den Eintrittskassen und dichtem Gedränge vor den Tiergehegen konfrontiert.

Der gestiegene Erlös in der Zookasse hat neben dem allgemein gestiegenen Besucherinteresse nicht zuletzt mit den im März 2015 erhöhten Eintrittspreisen (für einen Erwachsenen von 8 auf 9,50 Euro) zu tun. Nach Abschluss des Zooumbaus 2017 ist eine weitere Erhöhung um 1,50 Euro auf 11 Euro pro Tagesticket geplant. Parallel steigt der Umsatz mit Dauerkarten. Wurden 2010 nur 1069 Jahreskarten für Erwachsene verkauft, waren es 2013 bereits knapp 2200 und 2014 schließlich rund 2900 Dauertickets (à 40 Euro).

Der Zoo-Aufsichtsrat hat dem Jahresabschluss 2014 einstimmig zugestimmt und den Zoodirektor formell entlastet. Im September wird das Papier dem Stadtrat zur abschließenden Bewertung vorgelegt.