Magdeburg l "Eine Motorenlegende lebt" - unter diesem Slogan beteiligt sich am Sonnabend von 18 bis 22 Uhr das Technikmuseum an der Dodendorfer Straße an der Langen Nacht der Wissenschaft. Die Einrichtung zeigt erstmals wieder eine Legende unter den Flugmotoren: den Jumo 205c aus dem Baujahr 1938.

Der von Junkers entwickelte Motor stand als Anschauungsmodell lange Zeit in der damaligen Hochschule für Schwermaschinenbau Magdeburg. Nach der Restaurierung kann er nun wieder in Betrieb mit einer Original Junkers Holzluftschraube beobachtet werden. Der 6-Zylinder-Reihen-Diesel-Gegenkolbenmotor besitzt zwei Kurbelwellen und arbeitet als Zweitakt-Hubkolben-Verbrennungsmotor, bei dem jeweils zwei Kolben im selben Zylinder gegeneinander arbeiten und sich einen gemeinsamen Brennraum in der Mitte des Zylinders teilen. Die Entwicklung hatte in den 1930er Jahren wesentlich zur Senkung der Benzinkosten im Flugverkehr gesorgt.

Weitere Oldtimer werden zur Langen Nacht der Wissenschaft in Betrieb gezeigt, darunter Stationärmotoren und eine selbst fahrende Kreissäge mit Deutz-Motor. Erstmals kommt die Mercedes-Benz Feuerwehr mit eigener Kraft zum Einsatz.

Auf seiner Homepage schreibt das Museum: "Erleben Sie einen Museumsbesuch der besonderen Art im Technikmuseum Magdeburg! Hier erwarten Sie zahlreiche spannende Sammlungen und technische Sachzeugen aus den Bereichen Industrie und Handwerk, Landwirtschaft und Verkehrstechnik. Dabei werden vielfältige Einblicke in die technikhistorische Bedeutung der Stadt Magdeburg und seiner Region gegeben, die auf eine lange industrielle Blütezeit zurückblicken kann."

Neben Großexponaten - wie einer stationären Dreschanlage, einem Hallenkran mit Kurvenfahrwerk sowie einer transmissionsbetriebenen mechanischen Werkstatt - können die Besucher auch unzählige Produkte der maschinellen Fertigung bestaunen.