In einigen Parks in Magdeburg gehen Spezialisten derzeit präventiv gegen einen möglichen Befall der Bäume durch Eichenprozessionsspinner vor. Auf diese Weise wird bereits seit einigen Jahren die Vermehrung der Insekten eingedämmt. Wegen ihrer Härchen sind die Raupen für Menschen gefährlich (die Volksstimme berichtete). Der Eichenproezessionsspinner hat sich in den vergangenen Jahren über Deutschland verbreitet, ein Schwerpunkt ist Sachsen-Anhalt. Er bevorzug Bäume in wärembevorzugten Lagen. Rathaussprecher Michael Reif beantwortete Fragen von Redakteur Martin Rieß.

Volksstimme: Wie hat sich das Vorkommen der Eichenprozessionsspinner in den vergangenen Jahren entwickelt?

Michael Reif: Für die vermehrte Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners wird vor allem der Klimawandel verantwortlich gemacht. Der Populationsschub, der auch eine Ausbreitung des Schädlings in Magdeburg mit sich brachte, wird vermutlich durch die deutlich wärmeren und trockeneren Sommer sowie die milderen Winter der vergangenen Jahre verursacht. Die veränderten Klimabedingungen - verbunden mit geringen Regenmengen in der Phase der Larvenentwicklung im April und Mai - führen zu einer erheblichen Begünstigung der Entwicklung des Eichenprozessionsspinners.

Was müssen die Passanten während der Bekämpfung beachten?

Die Bereiche rund um die betroffenen Eichen werden während der präventiven Bekämpfung gekennzeichnet. Um die Arbeiten nicht zu behindern, sollten diese Areale vorübergehend nicht betreten werden.

Die präventive Behandlung der Bäume - vor allem handelt es sich ja um Eichen, die befallen werden - bietet keinen hundertprozentigen Schutz. Sprich: Es ist nicht auszuschließen, dass trotz Bekämpfung der Insekten einige Bäume befallen werden. Was ist dann zu tun?

Sofern Passanten weitere betroffene Eichen entdecken, können diese unter der Behördenrufnummer 115 gemeldet werden.