Mythos und Mystik der Zwanziger Jahre haben Pia Bethge (Foto) in ihren Bann gezogen. Irgendwo zwischen Bubikopf und Börsencrash, Charlestonund Coco Chanel, Federboa und Fransenlook manifestiert sich diese Faszination. Das Interesse daran ist gar so groß, dass die 19-Jährige im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres mit Unterstützung der Studentin Isabel Tönniges eine Ausstellung auf die Beine stellte. Dafür startete sie im Februar einen Aufruf in der Volksstimme: Sie bat auf Dachböden und in Schränken auf Spurensuche nach Dokumenten der Zeit zu gehen. Ob Mode, Accessoires, Deko, Fotos oder Alltagsgegenstände - alles, was die 20er wieder aufleben lassen könnte, war gesucht. Mit Erfolg! Zahlreiche Magdeburger haben sich gemeldet und ihre kleinen Schätze der Zeitgeschichte zur Verfügung gestellt. Darunter ein wunderschönes silbernes Frisierset. Auch eine originale Kappe mit Perlen und Brosche ist darunter; zur Verfügung gestellt von der Chefin des Friseurmuseums, Barbara Psoch. Zudem unterstützt der Verein um den Magdeburger Kristall-Palast die Ausstellung, ebenso wie Gerhard Mette vom Zirkusmuseum, die Wobau, der Zinnfigurenverein und viele mehr. Gut 100 Ausstellungsstücke sind so zusammengekommen, die am 11. Juni im Gesellschaftshaus der Öffentlichkeit präsentiert werden. Zur Vernissage, die um 18 Uhr beginnt, wird die Band "AnSpielung" jazzen und swingen, Nadja Gröschner gibt Einblicke in das Magdeburg der 20er Jahre, die Theaterballettschule wird unter der Leitung von Anett Münch Charleston tanzen und von Kreativschneiderin Manuela Markgraf stilecht eingekleidete Models werden durch das Gesellschaftshaus flanieren. Zudem können sich die Gäste von Mariposa-Visagistin Natalia Gorges zeitgemäß schminken lassen, um anschließend von Bertram Bohn und Cornelia Schmalhaus fotografiert zu werden. (ka)

"ZeitGold - Magdeburg in den Goldenen Zwanzigern": Ausstellungseröffnung am 11. Juni, 18 Uhr im Gesellschaftshaus. Karten gibt es nur an der Abendkasse (5 Euro/ erm. 4 Euro).