Für den Zoo sollen "Leitlinien zur Vermeidung von Tiertötungen" aufgestellt werden. Das forderte die Ratsfraktion SPD-Tierschutzpartei-future! auf der jüngsten Ratssitzung. Die Staatsanwaltschaft hat währenddessen neue Ermittlungen gegen den Zoodirektor eingeleitet. Nach dem Urteil wegen der Tigertötungen geht es jetzt um 27 Zebrafinken.
Magdeburg. Tigerwelpen oder Finken - für den einzigen Abgeordneten der Tierschutzpartei im Stadtrat macht deren Tötung kaum einen Unterschied. Im Gegenteil: Die inzwischen öffentlich gewordene Tötung von 27 Zebrafinken im Mai dieses Jahres ist für Lothar Tietge ein Grund mehr, energisch eine Abkehr von derartiger Praxis am Zoo zu fordern. Die Tierschutzorganisation Peta hat gegen den erst im Juli rechtskräftig für die Tigertötungen anno 2008 verurteilten Zoochef Kai Perret wegen der Finkentötung erneut Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft bestätigte gestern auf Volksstimme-Nachfrage, dass Ermittlungen eingeleitet wurden. Die Behörde sieht in der Vogeltötung am Zoo den Anfangsverdacht auf einen erneuten Verstoß gegen das Tierschutzgesetz erfüllt.
Bei fünf Gegenstimmen (vorwiegend von Linken und Grünen) und zwei Enthaltungen verwies der Stadtrat den Antrag auf Anti-Tötungs-Leitlinien für den Zoo zur fachlichen Diskussion in seine Ausschüsse. Die Auseinandersetzungen über den Fortgang der Entwicklung am Zoo dürften aber bereits im kommenden Monat einen erneuten politischen Höhepunkt im Stadtrat erreichen. Dann steht Perrets Dienstvertrag in nicht öffentlicher Sitzung zur Verlängerung an. Vor dem Hintergrund des rechtskräftigen Urteils und erneuter, laufender Ermittlungen gegen Perret dürfte sich mancher Rat damit schwer tun.
Die Fraktion SPD-Tierschutzpartei-future! fordert die künftige Beschränkung von Tiertötungen am Zoo auf Ausnahmefälle "wie zum Beispiel unheilbare, mit Schmerzen verbundene Krankheiten". "Keinesfalls sind - wie geschehen", heißt es in der Antragsbegründung weiter, "wirtschaftliche Erwägungen ein zulässiger Grund!" Nicht nur seien künftig Abgabemöglichkeiten überzähliger Tiere "tatsächlich, rechtzeitig und nachweisbar" zu prüfen, sondern ein derartiges, anstehendes Problem sei auch "zu veröffentlichen". Die Fraktion argumentiert: "So hätte sich im Fall der getöteten Tigerjungen unter Einbeziehung der Bevölkerung mit Sicherheit eine Lösung ergeben und diese wäre nicht vor vollendete Tatsachen gestellt worden." Neben der Einsetzung einer "Tierschutzkommission" am Zoo wird außerdem empfohlen, Tierschützer an der Formulierung der Leitlinien zur Vermeidung von Tiertötungen am Zoo zu beteiligen. Sie sollen Vorbildcharakter für andere Zoos in Deutschland haben.
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.
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