
Mit einer Probefahrt demonstrierten die SPD-Ortsvereine Mitte und Stadtfeld, dass der Westen der Stadt für Rollstuhlfahrer praktisch unzugänglich ist. Mit Rollifahrer Andreas Poppe fuhren sie mit der Linie 6 entlang der Großen Diesdorfer Straße und suchten vergeblich nach barrierefreien Haltestellen.
Stadtfeld-Ost/Stadtfeld-West. Grund für die Aktion ist der Umstand, dass sich zwischen dem Damaschkeplatz und Diesdorf keine einzige behindertengerechte Halteinsel befindet, an der Rollstuhlfahrer alleine ein- und aussteigen können. Auch für Senioren mit Rollator ist der Höhenunterschied zwischen Straßenbahn und Fahrbahn tückisch.
Andreas Poppe, der auch in der AG Behinderte der Stadt aktiv ist, spielte das "Versuchskaninchen". Er fährt oft mit der Bahn, kennt die Haltestellen, wo er gut rein- und rauskommt. "Am Alten Markt, am City Carré und in der Mittagstraße sind die Inseln sehr gut für uns", erklärt er. Die "Durststrecke", die sich entlang der Großen Diesdorfer Straße erstreckt, macht es ihm jedoch praktisch unmöglich nach Stadtfeld zu fahren, beispielsweise zum Westfriedhof. Ohne fremde Hilfe geht es für ihn nicht in den Westen.
Deshalb hatten er und die SPD-Ortsvereine Mitte und Stadtfeld zu einem Pressetermin eingeladen, um auf dieses Problem aufmerksam zu machen. Burkhard Lischka, Stadtrat und Bundestagsabgeordneter, erklärte die Aktion: "Wir wissen natürlich, dass man nicht von heute auf morgen etwas verändern kann. Wir wollen aber die MVB daran erinnern, wenn sie Pläne für die Straße erstellen, die Barrierefreiheit nicht zu vergessen." Denkbar wären zunächst wenigstens zwei Haltepunkte mit Inseln, z. B. an der Arndtstraße und am Westfriedhof.
Die Rampen, die eigentlich in den Niederflurbahnen für Rollstuhlfahrer vorgesehen sind, erweisen sich in der Praxis als untauglich, weiß Andreas Poppe: "Ohne Insel sind sie zu steil und können nicht genutzt werden." Außerdem kann er sich in der Bahn bei Bedarf nur durch lautes Rufen bemerkbar machen. Oder sie sind gleich, wie im Test prompt geschehen, defekt.
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.
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