• 23. Mai 2012



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Bis Mai 2012 muss sich die Kommune entscheiden / Weiterhin Wiedereröffnung angestrebt


Letztes Angebot: Stadt mietet für 1 Euro das Schiffshebewerk oder der Bund baut Damm

12.11.2011 05:26 Uhr |


Von Karl-Heinz Kaiser



Unmissverständliche Entscheidung in Berlin: kein Weiterbetrieb des technischen Denkmals durch den Bund. Ab Mai 2012 soll ein Trennungsdamm das Hebewerk vom Kanal abschotten. Eine Alternative gibt es.

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Rothensee/Berlin l Dies sind die wahrscheinlich endgültigen Aussichten für das 2005 geschlossene Schiffshebewerk Rothensee: Erstens, Stadt und Partner mieten das Schiffshebewerk vom Bund für den Preis von 1 Euro, betreiben es mit eigenen Kräften und Personal auf Verschleiß. Sie tragen auch die Betriebskosten. Bis Mai muss das entschieden sein.

Zweitens: Bei Ablehnung schottet der Bund das Hebewerk mit einem Damm vom Mittellandkanal ab. Der Schiffsfahrstuhl wird endgültig stillgelegt.

"Wir prüfen intensiv die Ein-Euro-Variante, sind bzw. kommen darüber mit der Region ins Gespräch", sagte Rainer Nitsche. Stadt und Region haben längst Mittel dafür aufgebracht. Das Hebewerk hätte unter der Regie des Bundes wieder in Betrieb gehen können. Das sei ja der Wille der Bevölkerung und der Tourismuswirtschaft gewesen, sagte er weiter. 56 000 Unterschriften für den Erhalt gebe es .

Unsere deutsche Einheit - Tiefensee startete Bürgerdialog in Magdeburg. Rüdiger Hartewig

Unsere deutsche Einheit - Tiefensee startete Bürgerdialog in Magdeburg. Rüdiger Hartewig Unsere deutsche Einheit - Tiefensee startete Bürgerdialog in Magdeburg. Rüdiger Hartewig

Aktueller Hintergrund: Der Wirtschaftsbeigeordnete war an der Seite von OB Lutz Trümper und Holger Platz nach Berlin gereist, um nach dem jahrelangen Zick-Zack-Kurs der Ministerialbürokratie ein erneutes Gespräch mit dem zuständigen Staatssekretär des Verkehrsministeriums zu führen. Der Bund habe aber, weil nebenan eine Schleuse gebaut wurde, auf seiner Einsparposition beharrt, sagte Nitsche.

Der Maximalwunsch der Kommunen und der Bürger blieb jedoch auf der Strecke. Allerdings haben Bürgerprotest und Verwaltungsaktivitäten auch zu Kompromissen geführt. Dazu gehört in gewisser Weise das Mietangebot. Außerdem: Die Technik des Hebewerks wird bei endgültiger Stilllegung nicht, wie im Gespräch, in einen Betonsarkophag gegossen. Das sei vom Tisch, sagte Nitsche. Der Bund wolle nach dem Bau des Trennungsdamms die touristische Vermarktung unterstützen. Das habe er zugesagt.

Die Stadt möchte als erste Option das einzigartige Denkmal als touristische Attraktion aber funktionsfähig halten, betonte Nitsche. Genutzt werden soll es ausschließlich von der Sport- und Fahrgastschifffahrt.

Der wunde Punkt: Weil das Schiffshebewerk mehrere Jahre außer Betrieb war, stehen Reparaturen an. Sie würden nach Rechnung des Bundes 700000 Euro verschlingen. Das Geld muss aufgebracht werden, wobei hiesige Experten die Höhe der Summe anzweifeln. "Wir werden verhandeln", kündigte Nitsche an.

Der Förderverein Technische Denkmale setzt sich weiter vehement für das Schiffshebewerk ein. "Wir unterstützen die Bemühungen der Stadt für die neue Variante mit allen Kräften ", erklärte Vorstandsmitglied Rüdiger Hartewig. Man tue alles, damit das Hebewerk 2012 in Betrieb geht.



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Copyright © Volksstimme 2012
Dokument erstellt am 2011-11-12 05:26:54
Letzte Änderung am 2011-11-12 05:26:54


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