• 23. Mai 2013


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Magdeburger Wasserwirtschaftler bauen Zusammenarbeit mit Universität in Chile aus


Der "Kolk" und seine Gefahren: Experten untersuchen Strömung an Brückenpfeilern

13.12.2011 05:26 Uhr |




Prof. Dr. Oscar Link und Prof. Dr. Bernd Ettmer (r.) an der Wasserrinne des Magdeburger Fachbereichs. In diesem Strömungskanal wird untersucht, wie sich die Sohle unter Einfluss verschiedener modellhafter Faktoren verändert.

Prof. Dr. Oscar Link und Prof. Dr. Bernd Ettmer (r.) an der Wasserrinne des Magdeburger Fachbereichs. In diesem Strömungskanal wird untersucht, wie sich die Sohle unter Einfluss verschiedener modellhafter Faktoren verändert. | Foto: Hochschule Magdeburg-Stendal Prof. Dr. Oscar Link und Prof. Dr. Bernd Ettmer (r.) an der Wasserrinne des Magdeburger Fachbereichs. In diesem Strömungskanal wird untersucht, wie sich die Sohle unter Einfluss verschiedener modellhafter Faktoren verändert. | Foto: Hochschule Magdeburg-Stendal

Die Hochschule Magdeburg-Stendal und die Universität in Concepción arbeiten auch künftig zusammen. Das ist das Ergebnis eines Arbeitsbesuches des chilenischen Professors.

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Magdeburg(ndo) l Der traditionsreiche Studiengang Wasserwirtschaft hatte eine Woche lang Besuch aus Chile. Prof. Dr. Oscar Link von der Universität in Concepción hat sich über die Hochschule Magdeburg-Stendal informiert und mit dem Fachbereich Wasser- und Kreislaufwirtschaft die Weiterentwicklung gemeinsamer Forschung sowie des studentischen Austauschs geplant.

Oscar Link ist Professor für Hydraulik und kennt seinen Gastgeber, Professor Dr. Bernd Ettmer seit zwei Jahren. Ettmer leitet eine Arbeitsgruppe der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA), in der es um Themen geht, die auch für den Andenstaat sehr wichtig sind: die Erosion an Brückenpfeilern.

Das Wasser, das aus den Anden kommt, überwindet auf einer Länge von etwa 200 Kilometern einen Höhenunterschied von 3000 Metern. Die Folgen des sich daraus ergebenden hohen Gefälles sind insbesondere bei extremem Hochwasser beträchtlich. So wurden im Jahr 2006 während des chilenischen Jahrhunderthochwassers allein in der Region rund um die Stadt Concepción ca. 100 Brücken beschädigt. Eine Ursache war die Bildung von Kolken. So werden Vertiefungen genannt, die sich im Flussboden bilden. Geschieht das an Brückenpfeilern, kann deren Festigkeit durch diese besondere Form der Erosion erheblich beeinträchtigt werden. Im schlimmsten Fall werden die Brücken zerstört.

Drei Gründe für die Kolkbildung sind es, die von den Experten hauptsächlich genannt werden: Neben der großen Fließgeschwindigkeit der Gewässer und einer beweglichen Sohle können auch zu flache Bauwerksgründungen zur Beschädigung von Brückenpfeilern führen. In einigen Ländern wie Peru und Taiwan sind sogar Kolke von 12 bis 15 Meter Tiefe bekannt. An beiden Hochschulen finden ähnliche Versuche statt, in denen Lösungsvorschläge getestet werden. Mit der Veränderung der Pfeilerquerschnitte oder der Befestigung der Sohle können erhebliche Veränderungen bei der Bildung von Kolken erreicht werden - Lösungen, die sich volkswirtschaftlich auszahlen. Das Vergleichen der Versuchsergebnisse gehört zum wissenschaftlichen Austausch zwischen der Universidad Concepción und der Hochschule Magdeburg-Stendal, der bereits seit 2009 stattfindet. Auch der Austausch von Studenten hat schon begonnen.

Die Zusammenarbeit wird im kommenden Jahr ausgebaut. Professor Bernd Ettmer reist im Januar an die Partneruni, und zu Beginn des nächsten Wintersemesters können sich die Magdeburger Studenten auf Vorlesungen des chilenischen Professors freuen. Die wird er übrigens auf Deutsch halten, das er während seiner Promotion in Darmstadt perfekt gelernt hat.

Zudem erarbeiten die Hochschule Magdeburg-Stendal und die Universität La Coruña (Spanien) derzeit einen gemeinsamen englischsprachigen Master-Studiengang. Rund um die beiden Träger des internationalen Angebotes wird ein Ring von Partnerhochschulen aufgebaut. Dort können die Studenten eines der drei Semester verbringen. Und die Uni in Concepción gehört dazu.

Professor Links Fazit nach einer Woche in Magdeburg fällt durchweg positiv aus: "Es war eine arbeitsintensive, aber auch nette Woche." Dabei war er nicht nur von der Technik in den Laborhallen und dem Wasserstraßenkreuz angetan, sondern auch von der Stadtstrecke an der Elbe und vom Magdeburger Weihnachtsmarkt. In Chile falle die Weihnachtszeit ja in den Sommer: "Das ist keine gute Zeit für Glühwein."



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Copyright © Volksstimme 2013
Dokument erstellt am 2011-12-13 05:26:41
Letzte Änderung am 2011-12-13 05:26:41

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von rigoletto.2012 am 23.05.2013, 16:56 Uhr

Es sind genau diese Halbwahrheiten, wie sie Herr Haseloff in diesem Artikel äußert, die die emotionale Explosion der Beschäftigten vom Professor bis zu pflegerischen Hilfskraft am Klinikum in Halle, ausgelöst haben. Um es deutlich zu sagen: Wir haben gestern 101.000 Unterschriften für den Erhalt beider Universitätskliniken und Medizinischer Fakultäten übergeben, weil dies für die Zukunft in Sachsen-Anhalt erforderlich ist. Dieses Land braucht Ärzte und die Patienten mit schweren und "teuren" Erkrankungen Krankenhäuser, die deren Behandlung leisten können und wollen. Maximale Versorgung ist von Salzwedel bis Zeitz erforderlich! Es gibt auch keine Konkurrenz zwischen den beiden Universitätsklinika in Sachsen-Anhalt um Patienten und Studenten! Die erwähnten Defizite aller Uniklinika in Deutschland sind ein Ergebnis fehlerhafter Bundespolitik. Es würde dieser Landesregierung gut zu Gesicht stehen, wenn sie sich im Bundesrat für die adäquate Bezahlung, der in unseren Häusern erbrachten stationären und ambulanten Leistungen, stark machen würde! Ein Nebeneffekt: Es kostet den Landeshaushalt keinen Cent, würde ihn sogar entlasten. Leider hatte in dieser Landesregierung ausschließlich Birgitta Wolff diesen Weitblick und ihr Rauswurf war das Zeichen für die wahre Politik einer Regierung, die in Halle 48.000 Wählerstimmen erhielt. Unser Aktionsbündnis hat 65.000 Unterschriften in dieser Stadt gesammelt. Wo sieht Herr Haseloff den Wählerwillen? Stattdessen erklärt er als Nebelbombe die alten Planungen im neuen Gewand und denkt es merkt keiner. Aber 20 Jahre Kampf gegen Privatisierung und Schließung der Universitätsmedizin in Halle machen sensibel. Die vom Finanzausschuss Landtages für erforderlich erachtete Fertigstellung des Campus in Halle, für die Mittel in Höhe von 80 Mio. € erforderlich sind, und die ca. 10% Reinvestitionsquote werden von Herrn Bullerjahn und seinem Ministerpräsidenten kurzerhand zum Investitionsstau erklärt. Ist dies lediglich Beleidigung der Menschen oder einfach Unwissenheit und Unsicherheit? Klar wird: Wir werden uns in den nächsten Wochen häufiger auf der Straße treffen! Kommende Woche bereits in Magdeburg.

von HUSpannaus am 23.05.2013, 16:34 Uhr

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