
Berlin hatte den roten Teppich ausgerollt. Bei der 62. Auflage des renommiertesten deutschen Filmfestivals machten Prominente wie Angelina Jolie, Shah Rukh Khan, Meryl Streep und "Twilight"-Star Robert Pattinson die Hauptstadt unsicher. Mitten drin im Star-Rummel war die Magdeburger Kamerafrau Jana Richter. Beim European Film Market (EFM), einer Berlinale-Sparte für Käufer, Verleihe und Vertrieb, wurde ihr Dokumentarfilm "Salam Aleikum Allemagne" gezeigt. Der Streifen wagt einen ungewöhnlichen Blick auf die Integration von irakischen Flüchtlingen in die deutsche Gesellschaft. Jana Richter begleitete Menschen, die durch das sogenannte "Resettlement-Programm" der Europäischen Union in Sachsen-Anhalt und vielen anderen Bundesländern gelandet sind.
Dem Regisseur Behrooz Karamizade lag das Thema besonders am Herzen: Mit sechs Jahren war er selbst als Flüchtlingskind aus dem Iran über Turkmenistan und Russland nach Deutschland gekommen. Vor knapp zwei Jahren hatte die Magdeburgerin, die zur NUR film group gehört, mit den Dreharbeiten begonnen. Gegründet wurde die NUR-Gruppe von Studenten und den Filmemachern Yana Drouz und David Safarian, deren Streifen bereits auf internationalen Filmfestivals gezeigt und ausgezeichnet worden sind.
Die NUR-Filmemacher kommen aus vielen Ländern, schon deswegen liegt der Fokus ihrer Filme häufig auf Themen wie Integration und das Leben in anderen Kulturen. Die Filmgruppe dreht und zeigt ihre Streifen weltweit, unter anderem in Argentinien, Armenien, Bolivien und Frankreich, Russland und Georgien, Japan und Israel, Kuba und im Iran.
Jetzt beim EFM auf der Berlinale dabei zu sein, war Jana Richter "extrem wichtig". "Hier kann man so unglaublich viele Kontakte knüpfen", sagt sie. Das sogenannte Screening war gut besucht, meint Jana Richter. "Nach der Vorführung kamen einige Anfragen von internationalen Festivals und Ankäufern."
Für die Vorführung in Berlin hat sie aus ihrer längeren Dokumentation eine 45-Minuten-Version zusammengeschnitten und mit englischen Untertiteln versehen.
Zustande gekommen ist der Berlinale-Auftritt durch die nordmedia Mediengesellschaft und Filmförderung für Niedersachsen und Bremen. Die Förderer waren so begeistert vom Werk, dass sie fragten: "Wollen Sie das nicht mal präsentieren?" Sie wollten. Beim Festival nutzten die jungen Filmleute die Chance, verteilten Kontaktdaten, sprachen potenzielle Produzenten an und suchten Verleihe für fertige Filme. Die Kameras laufen eigentlich immer bei den NUR-Teams. Gerade entsteht in Deutschland ein Porträt und ein Spielfilm über den Konflikt dreier Studenten. Jana Richter begleitet mit ihrer Kollegin Rike Holtz eine afrokubanische Theatergruppe an Originalschauplätzen. (mbo)
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.
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