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Insbesondere Rollstuhlfahrer, aber auch gehbehinderte Menschen, die "Generation Rollator" oder junge Mütter oder Väter mit Kinderwagen haben im Magdeburger Nahverkehr ihre Probleme. Die Fraktion SPD-future! brachte das Thema auf die Ratstagesordnung.
Magdeburg l Immerhin 139 von 258 Haltestellen im Magdeburger Straßenbahnnetz, das teilte MVB-Sprecher Andrej Kirschbaum gestern auf Volksstimme-Nachfrage mit, sind bereits barrierefrei. Erhöhte Haltestelleninseln ermöglichen einen stufenlosen Übergang in die haltende Niederflurbahn. Rollstuhlfahrer sind zwingend auf Barrierefreiheit am Ein- und Ausstieg angewiesen. Aber auch Gehbehinderte, Ältere und Kinderwagen-befrachtete Passagiere brauchen anderenfalls - also dort, wo eine Stufe zwischen ebener Erde und Einstieg zu überwinden ist - Hilfe, die meistens, aber eben nicht verlässlicherweise immer zur Stelle ist.

Mit einem Ratsantrag in drei Beschusspunkten warb die Fraktion SPD-future! um eine Beschleunigung des komplett barrierefreien Haltestellenausbaus in Magdeburg. Alle anderen Ratsfraktionen bekundeten Zustimmung zu dem Anliegen an sich und winkten die Forderung unter Punkt 1 - der OB möge sich gemeinsam mit den MVB um Fördermittel zum Zweck bemühen - widerspruchslos durch.
"Unhaltbarer Zustand" auch an der Halberstädter Straße
Im weiteren Detail brach allerdings viel Schimpfe über den Antrag aus. Grund: In den Punkten 2 und 3 verwandte sich SPD-future! für den schleunigen Bau barrierefreier Haltestellen ("mindestens zwei") speziell entlang der Großen Diesdorfer Straße. Die Situation hier ist für Behinderte in der Tat schlecht: Letzter barrierefreier Ausstieg Richtung Diesdorf ist der Damaschkeplatz. Entlang der kompletten "Diesdorfer" mitsamt Altenpflegeeinrichtungen, Arztpraxen und nicht zuletzt dem Westfriedhof als einer vielfach von alten Menschen aufgesuchten Adresse gibt es keine einzige barrierefreie Haltestelle, sondern erst wieder ganz am Linien-Ende (Haltestellen Hannoversche Straße/Diesdorf). "Das ist für die Betroffenen eine ganz missliche Situation", warb Burkhard Lischka (SPD) mit viel Nachdruck um Zustimmung für den fraktionseigenen Antrag.
Oliver Müller (Linke) fuhr ihm entschieden in die Parade: "Auch wir sind unbedingt für den barrierefreien Ausbau der Haltestellen in Magdeburg, aber das ist nicht nur an der Diesdorfer ein Problem." Bestes respektive schlechtes Beispiel sei die Halberstädter Straße. Müller: "Rollstuhlfahrer, die zum Beispiel zum Sozial- oder Jugendamt wollen, müssen bereits am Südring aussteigen, weil allein dort die einzige barrierefreie Haltestelle entlang der gesamten Halberstädter Straße existiert." Müller nennt das einen "unhaltbaren Zustand". Wigbert Schwenke (CDU) pflichtete ihm bei: "Es gibt eine Prioritätenliste zum Ausbau; die ist viel diskutiert und auch wir haben schweren Herzens festellen müssen, dass Sudenburg ziemlich spät dran ist." Schwenkes Fraktionskollege Hubert Salzborn brachte später noch die Lübecker Straße ins Spiel, die schließlich auch noch nicht lückenlos mit barrierefreien Haltestellen ausgestattet sei. Kurz: So gut wie jedem Rat fielen mit Blick auf den eigenen Wahlbezirk eigene Beispiele ein, was den Kampf um zügige Ausbauten in der Großen Diesdorfer Straße schnell aussichtslos erscheinen ließ - nicht mehrheitsfähig.

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Das Gerschätsgebaren des MVB spricht doch Bände, schlechter Service, unfreundliches Personal,unfreundlicher Telefon Support und dann noch 20 % erhöhung für Abos,man findet immer ausreden für mehr Geld, soll doch mal die MVB Spitze 20 % Ihrer Gehälter abgeben ...Die erhöhung trifft besonmders dioe ARMEN
Es sind genau diese Halbwahrheiten, wie sie Herr Haseloff in diesem Artikel äußert, die die emotionale Explosion der Beschäftigten vom Professor bis zu pflegerischen Hilfskraft am Klinikum in Halle, ausgelöst haben. Um es deutlich zu sagen: Wir haben gestern 101.000 Unterschriften für den Erhalt beider Universitätskliniken und Medizinischer Fakultäten übergeben, weil dies für die Zukunft in Sachsen-Anhalt erforderlich ist. Dieses Land braucht Ärzte und die Patienten mit schweren und "teuren" Erkrankungen Krankenhäuser, die deren Behandlung leisten können und wollen. Maximale Versorgung ist von Salzwedel bis Zeitz erforderlich! Es gibt auch keine Konkurrenz zwischen den beiden Universitätsklinika in Sachsen-Anhalt um Patienten und Studenten! Die erwähnten Defizite aller Uniklinika in Deutschland sind ein Ergebnis fehlerhafter Bundespolitik. Es würde dieser Landesregierung gut zu Gesicht stehen, wenn sie sich im Bundesrat für die adäquate Bezahlung, der in unseren Häusern erbrachten stationären und ambulanten Leistungen, stark machen würde! Ein Nebeneffekt: Es kostet den Landeshaushalt keinen Cent, würde ihn sogar entlasten. Leider hatte in dieser Landesregierung ausschließlich Birgitta Wolff diesen Weitblick und ihr Rauswurf war das Zeichen für die wahre Politik einer Regierung, die in Halle 48.000 Wählerstimmen erhielt. Unser Aktionsbündnis hat 65.000 Unterschriften in dieser Stadt gesammelt. Wo sieht Herr Haseloff den Wählerwillen? Stattdessen erklärt er als Nebelbombe die alten Planungen im neuen Gewand und denkt es merkt keiner. Aber 20 Jahre Kampf gegen Privatisierung und Schließung der Universitätsmedizin in Halle machen sensibel. Die vom Finanzausschuss Landtages für erforderlich erachtete Fertigstellung des Campus in Halle, für die Mittel in Höhe von 80 Mio. erforderlich sind, und die ca. 10% Reinvestitionsquote werden von Herrn Bullerjahn und seinem Ministerpräsidenten kurzerhand zum Investitionsstau erklärt. Ist dies lediglich Beleidigung der Menschen oder einfach Unwissenheit und Unsicherheit? Klar wird: Wir werden uns in den nächsten Wochen häufiger auf der Straße treffen! Kommende Woche bereits in Magdeburg.