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In den Bürgerbüros der Stadt staut sich etwas an: In erster Linie sind es die Wartenden und es werden täglich mehr. Das Bürgerbüro Süd musste schon geschlossen werden, lange Schlangen gibt es in Nord, Mitte und West. Ab Montag soll ein Notfallplan greifen.
Magdeburg l Die Schlangen in den Bürgerbüros wachsen ständig. Termine gibt es schon die ganze Woche kaum noch. Den Hinweis der Mitarbeiter, sich doch dringend einen über die Behördennummer 115 zu besorgen, empfinden die Wartenden als Hohn und Spott, denn es gibt keine mehr. Die Laune ist denkbar schlecht. Auch beim Chef des Einwohnermeldeamtes Frank Ehlenberger. Er schätzt die Lage "mehr als miserabel" ein.
Der Grund des Notstands sei eine "Verkettung unglücklicher Umstände". Zum einen herrsche zum Ferienbeginn ein ohnehin saisonal bedingter Anstieg der Antragsteller neuer Reisepässe. Hinzu komme eine Flut von Antragstellern, die auch für die Kinder einen eigenen Ausweis beantragen wollen. Denn seit dem 26. Juni dieses Jahres sind die Einträge von Kindern im Reisepass der Eltern nicht mehr gültig. Allein in den ersten 6 Monaten mussten die Mitarbeiter 1200 Anträge auf Kinderausweise entgegennehmen. Im ganzen Jahr 2011 waren es 1600.
Wer also verreisen will, der benötigt einen eigenen Pass für die Kinder. Und somit in erster Linie einen Termin im Bürgerbüro. Was zurzeit aber die schwerste Hürde sein dürfte. Denn zu all dem Andrang gesellt sich laut Ehlenberger noch ein ganz anderes Problem. Der Krankenstand in seiner Abteilung sei gegenwärtig "überproportional hoch". Normalerweise seien die Dienstpläne so ausgerichtet, dass im Regelfall immer ein Mitarbeiter sich pro Bürgerbüro im Krankenstand befinden, während ein weiterer Urlaub haben kann. In diesem Jahr sei dies aber komplett aus dem Ruder gelaufen, was zur Folge hat, dass das Bürgerbüro Süd (besetzt mit drei bis vier Mitarbeitern) im Laufe dieser Woche schon gänzlich schließen musste.
Frank Ehlenberger: "Natürlich ist es unser Anspruch, dass alle fünf Bürgerbüros geöffnet sind. Deshalb haben wir uns jetzt entschieden, die Bürgerbüros Nord in der Lübecker Straße und Süd in der Otto-Baer-Straße 8 nur noch mit Terminvergaben weiter zu betreiben. Auch eine Dokumentenausgabe ist dort möglich." Da zurzeit auch die Termine zum Teil bis in die übernächste Woche ausgebucht sind, will Ehlenberger jeweils einen zusätzlichen Mitarbeiter in den beiden genannten Bürgerbüros einsetzen. Damit könnten ab dem heutigen Freitag zusätzliche Termine für die kommende Woche bereitstehen.
Die Entlastung nach Terminvergabe hat aber auch einen Nachteil. Denn die zusätzlichen Mitarbeiter kommen aus dem Bürgerbüros Mitte und West und Ost, was auch dort zu einer zunehmenden Problemlage führen dürfte. "Wir haben alle Kapazitäten auf den Tisch gelegt und überlegt, wie können wir kurzfristig und schnell die Wartezeiten abbauen", erklärt Ehlenberger. Er könne angesichts der prekären Lage wirklich nur empfehlen, sich im Zweifel über die Behördennummer 115 einen Termin geben zu lassen. Die Mitarbeiter dort haben einen Überblick über alle freien Termine in allen fünf Bürgerbüros und können auch nach möglichen Zeiten und nicht nur nach der Wohnortnähe suchen.
Weiterhin ist auch die Buchung von Terminen über das Internet möglich. Ab Mitte nächster Woche gibt es hier wieder vereinzelt freie Termine. Ansonsten stehen Mitte, Ost und West auch unangemeldeten Besuchern offen.
Allerdings sollte man dort als normaler "Nummernzieher" auch ein wenig Zeit mitbringen. Die Internetübersicht zeigte gestern Nachmittag um 14.20 Uhr, berechnet aus den letzten 5 Besuchern, folgende Wartezeiten: Mitte (44 Minuten), Nord (31 Minuten), West (20 Minuten), Ost (9 Minuten)
"Wir werden natürlich auch weiter nach Lösungen suchen und weiteres Personal aus anderen Abteilungen mit heranholen", so Ehlenberger. Er versprach: Schlimmer wird die Situation nicht mehr, eher besser.
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Baustellenarbeiten und öffentlich vergebene Arbeiten ? Ausreden ohne Ende und immer wieder neue . Nein ! Kümmern muß man sich und vielleicht auch mal einigen beteiligten Firmen ganz deutlich sagen und zeigen , dass Ausreden NICHT finanziert werden können . Hier zeigt sich wieder ganz deutlcih : auch diese Baustellen könnten zwei Jahre dauern. Bestes noch nachvollziehbares Beispiel ist doch die Brücke über den Ring Olvenstedter Graseweg / Hindisburger Strasse. Dort ruhte der Bau immer wieder. Und das nach manchmal nur zwei Tage Arbeit in der Woche . Teilweise standen dort nur 3 - 4 Bauarbeiter " rum " . Dann wieder mal 3 4 Wochen absolute Stille. Aber in den Medien fast alle 14 Tage " Ausreden mit dem WARUM " es nicht geht. Jeder private Bauherr wäre bei solchen Bauarbeiten - Baufortschritten bereits Pleite bzw. hätte andere Firmen beauftragt. Aber öff. Dienst ? Wenn Du nicht mehr weiterweist - bilde einen Arbeitskreis !
Neubaustrecken haben mit den neuen Preisen nichts zu tun, die werden zu 90% vom Bund gefördert.